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Glieder damit vielmals gefchmieret / bringet sie wiederzu ihrer vorigen Krafft und Stärcke.
Das (II.XXXXVI. Capltti.
Oleum L^korbii Hder^uxkorizü§hs,Lupkorbii- tZ^As Oleum Lupliorbii wird aber auf dieweiß pr-e-shl. ^^pariret/wie das öhlvon dem 8rorzce calsmirz, deß-
wegen unnötig dessen Zubereitung zu beschreiben/ besihedroben das i88.Cap. da du finden wirst was vor ein Zu-satz ihm solle zugethan werden.
Olei Küptwrjziu
Das OleUm Lüpko, oü ist einer sehr hefftigen / bren-Nenden/hitzigenKrafft/und ist bisset und bequemer zuge-brauchen/dann das Lummi an sich selbst»
Starcken Leuten einen tropffeN oder zween eingege-ben/ist für die Pestilentz gut.
Vffdte Fell unnd Nebel der Äugen gestrichen / fristetdieselbige hinweg. Die kalten/lahmen und schwindendenGlieder damit gerieben/ bringt dieselbige wider zu recht»Vor die biß und stiche der Schlangen dlenet es.Man kan es auch in Pflastern gebrauchen/ damit dieSpeisen und was in den Leib gegangen ist / heraUß zuziehen.
Wermit der Schlaffsucht I.criiarAiagenandt/ bela-den ist/ und man ihn nicht erwecken kan/ mag mit diesemöhl eusserlichen am Haupt geschmitet/ sichtlichen widet«rwecket werden.
WürckungdeßLu-^Korbil.shls»
Das Etste Buch.
Tugend und U?ürckung deS
Zcrz^illlöhls.
In Wein eingetruncken/hilfft es wider alles vergifft /sonderlich.vordie 'Schlangestich unnd anderer gifftigen ^rafftMdThier bisse. Es dienet wider den Schwindel. Wurckunüd
Die Schaden der Glieder so vom Krampst/ dehnendergleichen Gebrechen verletzt seyn / Item den Schmer-tzen der Lenden Und Miltzes / unnd was von Kalte vernr-fachet würd/benimpt es.
Diß öhl den Weibern in die Nase gestrichen/ ist gutim hefftigen entböreN der Behrmutter/ auch treibets ih-nen aus die todte und lebendige Geburt/ deßgleichen ihregebührliche Reinigung. Es erwärmet auch dle Behr--mutter. vrz die schwangern Frawen sollen sich diesesvhls enthalten.
Bas LI.XXXXIX. Capitel.
Oleum Lroci Saffranöhl-^>As öhl wird durch Instrument distillirt /
treibet den Bauch hefftig.
d^ora.Wegenseinerheffrigen/hitzigeN und brennen-den Krafft wird es am Zusatz oder Vermischung andererDinge nicht gern eingegeben.
Das ci.XXXXVll. Capitel.
Qleum O^o^anscum Hher O^o^snaci5»
öhl.
Oleum Opopsnici wird bereit wie das QleumBesihe droben das 188. Ca-pitel.
Tugend tmb U^äriLungdes Oxo-
s>ZllZcis-öhl.
Krafft und Dieses öhl ist vielfaltiger Tugend/ in und ausserhalbMürekung. des Lcibs zugebrauchen / ist sonderlich einer warmendensubtil erweichenden Ktafft / mit süsseM Wein eingenom-men ein paar Tropffen dieses öhls benimbt den Husten-Dienet auch zu allem Fähl Unnd Gebrechen des Miltzes.
Ist gut der beschädigten Blasen / heilet sie von allemGrind und Verletzung / benimbt auch dieHarnwinde.
IteM/stillet das hesstige Grimmen / Leibwehe unndSeitenstechen«
Ausserhalb ufdie gifftigenCarbunckelblattern gelegt/macht dieauffbrechend.
Zu den umb sich ftessenden gifftigen Schäden/ dienetes gar wol/ dann eö solche trücknet und mit Fleisch auß-fullet
So man es in die Mutterzäpfflein / in die Geburts-Glieder gebrauchet / förderr es der Weiber gebührlicheZeitund Reinigung/ zertheilet die Winde in derBehr-mutter so sich in den Geburtsgliedern samblen/ die Ge-schwulst und Verhärtung solcher Glieder und örter mil-dert unnd erweichet es/ doch ist es nicht gar gut an denschwangern Frawen gebraucht.
Wenn einer von rasenden Hunden oder sonsteN an-demgifstigeMVngez,efferoder Thieren beschädiget / soist es gantz^ktztichen m derselben Artzney zu gebrauchen.Für das unteidenltcheHüfftwehe und Schmertzen/ sollman die Hüftte damit salben.
Im Podagra unnd andern schmertzhafftigen Gesuch-ten der Glieder und Gelencke/ soll man dieselbige örcerdamit salben oder schmieren. Trincket Man es in Weineinsoisteinkräfftige Artzney wider das hesstige ftören/schüttern und bebern deß Fiebers.
Das ci.xxxxvili. Capitel.
Oleum 5ej?srml.
OI-um 5e.t7>Ieses öhls Zubereitung geschichtwiedie Auberei-xscjg, '^tung desoici lwrsci« cslsmirseidarumb besihe-dro-hmdas »88. Capitel»
wiedro- Ein gemein '
benvonZimmetrmdenöhl verMelöetist/ sonsten ist nerweqauch ein anderer weg/ wie man aUs allen Specereyen ausSpece- 'und Gewürtzen ein herzlich öhl haben kan L Als nemblich rxyen öhlz ^
aufffolgendeweiß.. machen. " '
Nim Mandeln so nitgarstich und alt seyn/ zeuch jnen Mandel«die Haut in warmen Wasser ab/ zuschneide sie sem klein/ hhl.laß sie also ein Nacht im kalten Wasser liegen/dann niMsie HeraUß/ laß sie ein wenig truckeN merden/zerstoß sie ineinemMörsel/ legs in einenTiegel/machs wohl warm/in ein Säcktein geschwind gethan/ und außgeprest/so be-komst du em frisch gutes Mandelöhl/ das hebe fleissigauffi Nim den zerstössen Saffran/ovet was fürGewürtzdu wilst/ geUß Mandelöhl darauff/ jedoch Mt viel / ver-misch es untereinander / daß es wie ein dicker Brey wer-de/thue es in ein Glaß/ laß es fest verbunden an einerwarmen SonNen z. Wochen stehen / dann thu es ausdemGlaßlemherauß mein Sacklein/ und presse es mitGewalt herdurch / daß es alles herauß komme/so bekom-mest du dein Mandelöhl wieder / in welchem die höchsteKrafft und Safftan verborgen/ die solru vom Mandel-öhl abscheiden/geuß das Mandelöhl in ein kleinen Kol-ben/und auffsolchs geuß eiN gar guten probirtenBrand-tewem/daß eilt pahr Finger breit über das öhl gehet/setztein andern blinden Kolben darüber/verbinde die Fingerwol/ setze es zusammen ins balneuni ^riL. laß es dar-innen m linder warme 6. Tage stehen/ dann nims her-auß / Mache eHauffgeuß es aus dem Kolben in ein Glä-sernen Kolben / thu em geHeben Helm darauff/ setz es inein Reibasch inAschen / setz ein Gläßlein vornen daran/die Fugenaufs das gehebstvermacht/ und dlstilllr es mitgelindem Fewer/ so steigt der Ärandtwem Unnd dasSaffranöhl miteinander herüber/ und bleibt allem dasMandelöhl am boden deß Kolbens legen/ den Brandt-wein vom Saffranöhl scheid also: Geuß es zusammeninemKolben/ einHelm darauff wohl vermacht/ setzes ins Lsioeum , ein Gläßlem daran/unnd di-stilltrs Mit sanfftem Fewer/!so kompt der Brandwein indas vorgesetzte Gläßlein/ und bleibt das olcum drocioder Saffranöhl gar starck/ köstlich unnd gut aMbodendes Kolbens / dasselbe hebe fleissig auff.
Krafft vttdÄOürMngdeßSaffranols'
Saffranöhl ist das allerbeste/ und vornembste öhl sö Krafft undeines Menschen Hertz erfrewet/ es sey ein Mensch so be- Würckung«trübt un trawrig er wolle/ von diesem öhl nur ein tröpff-lein eingeben/machet ihn frölich / und ist sonsten kein öhldaß eines Menschen Hertz so zuFrewden von Trawng-keit reltzer/als erwentes/ er vertreibet alle Schwachhei-ten deß Hertzens/als hertzstechen/ zittern / klopffen Unndseine Ohnmacht/ reiniget das Haupt / das Gehirn undGedachtnuß / ist gut für das Halßwehe / auch für denSchnuppen/macht ein leichten wolriechenden Athem/ist den Lungensnchtigen gantz dienstlich/ erwärm et diekalte NiereN und treibt den Frawen ihre BluMe/ unnvwendet alle wehe der Sennen und anderer Adern.
Das
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eSikschi!:'-
den. Besihe das vorige Capitel. Muscatblu- ^ V
Rraffc und LVürc^ung. mmöhl. ^Diß öhl P gar köstlic h und gut wlder alle Ohnmackt/ -tz
in die
de. Capitel.
Oleum ^lacis^vscatblumenöh^sZ>Iese6 öhl kan wie das S affransöhl zubereitet tver--
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