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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
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hinein kompk/ unnb muß der Schnabel zum Glase obenetwan einen Finger lang über dem Roßmist herauß ste-hen /daß keine Feuchtigkeit darein kommen kan. Hatöaber nicht einen langen Schnabel /so deckt man nur glä-serne oder jndene Hütlein oder Deckelein drüber / verlu-tirswol/und leg den Roßmist über / wie hier die Figuraußwelset.

dürre/wozu Wenn darnach das OIcum auch herüber gezogen ist/sieambeste l'crizoder L-^ire morruo,

das im Grunde deß Glases bleibet.

Zu den Zaiibu z oderzumSaltzmachen/ sind die dür-ren Krauter am allerbesten / denn man kan mit ihnen de-sto besser fortkommen. Wenn sie in einer Kammer trocknnen gennug worden sind /so legt man sie hin und verhegtsie/Medte abgetreugten Wurtzeln/ allein daß sie über emJahr nicht gut bleiben können. Man muß alle Jahr wie-der andere einsamlen.,

Kräuter / so Man helt auch sonsten von dürrenKräutern/die rechtdune/war- abgetreuget sind / mehr denn von grünen /die grüne ha-umb sie bes-benlhrf>KIcxma noch bey sich/ daß muß man ihnenser/denn die erstlich gargelmdeim kalnco abziehen. Besiehs weitergrünen. ^kzcckioll LommcnrLNUlN lll j)r^kLcioQel)lolciZncti8.äcmsrcria meclics.

Das Vll. Capitel.

Von der Einsamlung der Blumen.

<>>IeBlumen soll man einsamlen ehe sie abfallen/ und^wenn sie am. frischesten / der Himmel klar / vnd gutWetter cst.DIeBlüte derKapern nimbt man ab / wennsie nur außgeschlagen seyn/und noch knospen. DieRosensbe!/wann sie sich schon auffgethaN/und vonemande! ge--brcttethabeN. Die andern Blumen oder Blüten samletman fast alle/ wenn sie sich auffgethän haben / aber dochnicht lang offen gewesen sind / unnd von denen die Krafftnoch nit exkzliret oder außgebröchen ist/Und dieBlättcr

Blumen /

wenn sie

einzusam-

len.

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Man muß aber gar eigentlich achtuNg «uff die Blu-

einejedere blühet/denn etliche/ gar wenig blühen im Fe-bruario / wenn sie vor kalte können / etliche nn Martto /etliche ini Aprill / etlccbc im Majo/ Iuniö / Juno / Au-^usto/erlrche im Septtmber/aber drüber werden jrer im

rio wegen derkälte deß Winters mchtvielgefunden. Item / etliche blühen nur in einem Monden/etliche nur inzweyen oder mehren / als das Fünfffinger Kraut/ O lan-der und dergleichen. Die Basillen/Hirtentaschkin / undetliche mehrblüheten gern langer / aber der Winter trei-bet sie wieder ein.Eö saget auch violcori^s, daßetlicheim Winter blühen Und Kraut bekommen /Und daß etli-che das Jahr durch zweymal blühen. ,

Aber das mag in ihren Landern geschehen / bey unsHeschichrs wegen der Winterkalte ntt/eö wcre denn / daßman ste vor der Kälte im Kellerund laukchten Stubeneingeschlossen hielte/als dieNelcken/ gelbe und andereViolen und dergleichen. Wie denn auch öie eingeschlos-sene FeigenbauUe ihre Feigenden Winter durch behal-ten / ob sie gleich die Blätter verlieren. Aber wenn mansie un Lentzen wieder Herauß setzet/ so schlagen sie wiederauß/und bekommen andcreBlatter/wie andere Bäume.

SonsteN aber haben etliche Monaten ihre sondereli-cheblüende Kräuter/ wie zum theil aus meiner Occo.nomiz zu ersehen / außgenommen der Q-Iol-ei und fol-gende Wintermonat.

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den Herbst hinein/ Pilsenkraut blühet fast den gantzmSomme: durch/sonde:lich imIulio.Item/Steinbrech/das Sternkraut/dasBlätter hat/wie WasserBatenge/blühet vom Iunio an/biß zum Ende deß Herbsts.

Hinwiederumb seynd auch etliche Bäume/die dablü-hen/haben aber keinen Saamen/als Ahorn/doch findet ^man auch etliche Arten der Ahorne/die da nicht blühen:

Item / die Eschenbaume an etlichen örtern. Die Wey-den nennet auch 5ru^i s)c.-rcjalN„

daß es ein unfruchtbarer Baum sey / unnd etliche anderemehr. Man soll auch etliche Bäume finden/ die daSaa-men oder Fruchthaben sollen/ abe: dievor dem Samenkci>:e Blüte gehabt haben/etliche sollen Blüte und einenSamen haben/ und dieseyüd dengantzen Winterdurchgrün / sinremal der natürliche Safft deß Baums Nichtzum Samen wird/ sondern bleibt im Baum. Drumbverleuret er sein Kraffc nicht.

Die Blumen oder Blüten aber werden entweder an Blumen /der Sonnen oder sonsten in warmer Lufftabgetrucknet/ wie sie ab-nach emer jeden Blüten oder Blumen Natur unnd Ey- zütrucknen.genschafft. Etlichesagen: Mannsollsiesolangabtreu-gen/ biß 10.Pfund der Blütenoder Blumennuri.

Pfund schwer werden^ Dock muß man die Blüten oderBlumen/ so auffden Bergen wamsen/ mchtso sehr auß-helgen/ wie die andern die m derNidrigung oder uffdemfteyen Feld gewachsen seyn. Besiheauch das ZO. Ca-pitel dieses Buchs, ..,,, ,

Das VII!. Capitel.. .

Von den Samen / wenn man die em-

samtensoll. ^ -

^4Ie man die Früchte einsamlen soll/ wenn sie reiff'^slnd/also soll man die Samen einsamlen/ wennsie 5beginnen trocken zu werden / und ehe sie außfallen. In V^Summa/alleSanwl / draUß manfruchtbarlicheundnützliche Medicament machen wil/ die sollen wolreiffseyn / wolgestalt / völlig und ünbe/chadigel. Die Ste-chaöblumen / Camanderlen/der Gtabwurtz/Wermut/Wurmsamenkraut / Eüsop unnd dergleichen Blumen/

Muß man ihren Samen nemen/wenn sie voller Samensind. Im December / Ianuario / Februario und Mar-No kan man bey uns hier in diesen Landen keinen Same«abnehmen. Im Aprill findet man aucb wenig Samen/nnddagleichetwaswere/ sbpfiegtmans doch dazümajNicht abzunehmm. ..

DaA IX. Capitel. . .

^ Von den WMewund Rinden. . - . .

c^XIe Wurtzeln die man über Winter unnd langer be- Wurtzeln/Ehalten wil/ deßglerchen auch ihre Safft und Rin-wie undden/die muß man außmssen/aufffangen und abnehmen: wenn sie ein?wenn ihre Bäume oder Gewächse die Blätter begin-jusamlm»nen abfallen zu lassen/ an einem schönen/ hellen klarenTage: Vndwiesiean sich selber rein sind / und ohneFeuchtigkeit abtreugen: Welche aber voller klebendesKohls seyn/ die MUß man zuvor fein sauber unnd reniabwaschen/und alsdann einen Tag fein wieder abtreu-gen/ darnach backen und brennen. Doch sind auch etli-che/die da lieber wolten/daß man die Wurtzeln zeitlichereinsamlet / ehe sie einen Stengel/ Blätter/-Blume/

Frucht oder Samen bekommen / denn sie durch dieselbege fast ihre gantze Krafft verlieren / unnd sind Hernach-mals gantz schwach/und schier halb todt/wie ein Menschoder Thler/wenns geboren hattEs were dann / dz etlicheanch ihre Krafft und Stärcke behielten/ wann der Sten-gel schon verdorret were/ wie etliche starcke Thierihr«

Stärcke nach der Geburt behalten. Was aus einer altenlebendigen Wurtzelwieder herauß wächsetunögrünet/das zeuget traun an/ daßesseme Krafft unnd Stärckwieder bekommen hat/ wie auch die Bäume pflegen z«bekommen / weNn der Safft im Ianuario oder Fe- -brüario wieder dareintritt., Drumb ist der War-heitehtilich/ daß es wohl nicht sogar unbequem sehnsolte/ wenn man zur selbigen Zeit die Wurtzeln unndRmden einsamlete. Was einer selber säet und pflan-tzet/und das zu jederzeit deß Jahrs lieblich grünet undwächst/ das kaneinerauch zu jederzeit deß Jahrs ihmwol und Nützlich emsamlen / sonderlich / was man in denGärten säet / unnd hernach in der Speiß nützlich brau-chet / als Garteneppich / Ochsenzunge / Mangolt/Lat-

Etlicheblühen den gantzen Sommer durch / als aller- tig /wegwart/Sawerampffer/Rettich/ Senff/ allerleyArten der Gauchheil / die blühen vom Majo biß in Rüben/Geyerlem/Kümmich / Zwibeln / Knobloch/

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