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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
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Fewer imdistillirmwie es wircker.

M'.g

Ding.

4 Das Erste Buch

von dem grobsn / das unzerstörlichevom jerjtörlichen/oder acbrechlichcn/ und m.'.chcr das mareriaksthevnma-teriaUfth / das leibliche'.ZMich: Vnnd wellemjcdcreBlute/ Blume/Kran.!/ Wurtzel/ Same/ Metall vnnddergleichen natürliche Dl^g/ einen lieblichen Geist hat/so'machet das Fewer durch seme Subtilität / Krafftvns Würcklmz/ss darrai't .nverborgen ist/ daß derselbi-gz G. : - auch deico subtiler wird / vnnd desto leichterburckdrmget/ vnnd empfindlich in dep Menschen Leibwrccket,

» Es ist aber die Distlllirung allein umb deß Mensch enzu was mde G chnwheit willen erfunden / den krancken/ schwachensieerfun- Lcichnain eines Menschen dardurch zu erquicken/ vnndden" zur vorigen Gesundheit wlederumb zu bringen/ odersonst en darbey zu erhalten. Und ist dieses ein solch stückderArtzney / dessen sich auch ein jeder gemeiner armerMann in seinem Hauß vor sein Weib/ Kinder/ Gesin-de vnnd Viehe gar wol gebrauchen kan/ und bedarff dar-zu kein sonderlich groß Geld. Dann was sonsten dieReichen aus der Apotecken mit grossem Gelde/ vonL xoncis vnd fteMbden Wurtzeln vnnd Krautern zu ih-ren Artzneyen vnnd Recepten schier anßwegen müssen/vnd können sie aus ihren Krautern / die in ihren Gär-ren / Eckern / Wiesen / Wälden und Bergen wachsen /nützlich und reichlich haben / und ihnen durch distillirenvnd andere gewöhnliche Handgriffe selber zurichten vnd

z^I>cirer>.

Diffrllimna ' Es hat der gemeine Mann sonst den Gebrauch/wannein mmlicl, er ein Kraut oder Wurtzel/Saamen/Blätter/ oder an-der Gewächs brauchen wil/ so zerstöst er dieselben m ei-nemMörftl /oderquetschersiezwischeNz.. Stemm/vndtrucket darnach den Safft drauß/ vnnd brauchet das vn-UeblicheDmg desielbigen Saffcs also. Abervielbesserist es/wann Man die Kräuter unnd Wurtzel distilliret/vnd sie alsdann gebraucht. Dann durch dilltrung wirdderkräffttge subtile Geist / der die rechte LtZiam derKranckheit bey sich hat / vom groben indischen Lorpore»der Leib/abgesondert/ und der kan alsdann mit grossemNutz sichtlicher und lieblicher gebraucht werden.

Das V. CapitelVonzweyerley Bereitung der Medicamem.

ASsindmgememzweyerley Bereitungen der Medi-^-cammten oderArtzneym/etlichegeschehm in den ve.

:Zumtheilnachdergemeinen FormvnndArt/ wiesiejetzobey nnskn den Apotecken bräuchlichseyn/mttWasscr/Oliteten/SAlbey/Syrupe/LleÄuz-rien/ Confecten/ Lvnlei vis. Latwergen/ Täfeln / Ge-trancken/ Pulvern / Clistiren/ Pillen /Stuelzäpfiein /Trochiskenvnnd dergleichen mehr: Zum theil aber auffdie Spagyrische Form vnd Art/ wie sie die vornembsten

Artistenvnd, Als KL^muocjbis, I-uIIius.

ZeVlÜz novz,vnd andere mehrzu bereiten/die der Na-tur gründlicher vnd besser nachgehen/ dann andere Lent/vnd die rechte innerliche krasftige Geister unnd Cssentienbarauß bringen/also/daß sie in ihrer klemen unnd gerin-gen äoli grosseZeichen thun / vnd mit hoher Verwunde-rung treffliche Kranckheiten cunren.

Von diesen beyden plXpZrzrioniIzUZ vnd ^iccliczrne-ris wollen Wirbißweilm ein gut Kunststücklein mitvn-kermengen/ denGelehrten vnd Verständigen zur heim-lichenNachrichtung/ste werden darnach wol wissen/ wiesie es weiter branchm/vnd wol anwenden sollen / daß sieihrem Nechsten hiemit keinenSchaden zufügen/sondernihn hierdurch von seinen beschwerlichen Kranckheiten er-retten/vnd wlederumb auffdie Beine helffen.

Darnach so sind auch Chymisten / die Sa ChymischeprHpararioncs m den Metallen vnnd Edelgestemm ha-ben/ daranß sie krafftige Medicinen oder Artzneyenbereiten/vnnd dadurch den Nechsten in schweren Fallen,. .e..ra pr^ v„d trefflichen grossen Kranckheiren / so sonsten zu cu-par;ren. unmüglich scheinen/gar viel willfahren vnd dienen

können. Dieses sind gar höbe vornehme / gelehrte vnndhocherfabrneLeute/ wann sieder Natur recht nachzu-gehen wissen / vnnd sich nicht auffSophistische Recept/

Landlügen und eitel Berriegerey legen/ wie etliche loseBuben zu thun pflegen/die man billich an Leib vnd Gutstraffen solte. Die aber der Natur nachgehen/ das sindrechte gute nützliche Philosophi/ die den armen elendenMenschen in ihren Kranckheitm viel dienen können.

Wollen aber hiervon derer Leute Medikaments»

Medica-menta wer-den auffzwcyerleyArtprT-varm,

w:e sie ihre

nichts sagen/ dieweil sie anch nicht sonderlich be-kandt.

Das Vl. CapitelVon den Krautern / welches die besten seyn / und

wie man die samten und eintragen soll.

^Räuter kan man allezeit in der Apoteck bekommen / Krauter/»"aber sie werden da seltenzu rechter Zeitgesamlet/wievnddrumb were es gut/ daß ihm emer selber Krauter sam-wann sielete/oder andererem hielte/ die sie einem zu rechter Zeit ju samlen.eintrügen/ so könte er darnach dieselbigendesto besservnd glückseliger brauchen.

Sollen demnach alle Krauter vnd Blüten an schönenTagen/ wannsnichtregnetodertrübist/ undwannsieim zunehmenden Monden sind / gesamlet oder eingetra-gen werden.

Die besten Krauter'sind/ die auffden Bergen wach- Kräuter/sen/dasiefeinkühlstehm/vnndvondm Wmdenwohl welche amdurchgewehet werden. Dann die in nidrigen/feuchten/ besten vndsumpffichtm Oertern wachsen / die sind nicht so krafftig. krWgsttnAber die Blumen der Krauter / die umb die Fluß vnnd scyn.stehende Wasser wachsen/vnd vmb die Börne/diehabeneinen feinen süssm Safft / ob sie gleich schwacher Naturseyn. Auch kan den Krautern/ die auff nidrigen örternwachsen/viel vnheils von den gifftigenWürmern wider-fahren/wannsiedleselbigenmitihrem Gisst beschmeis-sen/ oder mit ihrem gifftigen Athem anhauchen/ daß sieeinem Menschen bißwellen mehr schädlich dann nutzlichkönnen werden/ wann mans Mchtinnen wird.

Am kräfftigsten sind sie/ wann sie blühen vnnd vollerSaamen seyn/ als die kumaria, Erdrauch/ oderwelchekeinen Stengel/auch l eine Blumen vnd keinen Samen/sondern nur Blatter haben/ die soll man einsamlen/wanihre Blatter am frischesten/ grösten und grünesten seyn /als das ^cllÄnrü, oderdas Venuz oV Frawenhaarkraut,

Etliche pflegt man auch einzutragen/ weil sie blühen/vnd ehe sie Saamen bekommen / oder erst anfangenSa-men zu bekommen/ als die Beta oderMangolt/ das Ei-senkraut/Sawerampffer/Käppis / oder Kohl/ Wull-kraut/ oder Wegerich/ Odermennig/ Wegewart.

Besthe hiervon werter in memem L3>en63rios>crf)e.tuoiM^lluzrlo.l'lruIovonKrautern. Ebenzurselbi-gen Zeit soll man auch die Krauter samlen //die man tru-cken / vnnd das gantze Jahr durch zu allerley Nottursttauffheben und bewahren wil/als dieDille/ das Fraw-enhaar / Cardobenedicten/ Bewnien / Wegewart/kleine Centaur / Bergmüntz / Scordmm odcrLachen-knobloch / Mintze / Camanderlein/Ödermennig/ Erd«rauch /Majoran/ Raute/ Poley / Salbcy/ Wolqe-muth oder Doste/?lndorn/ Klec/Roßmanen. DieWermut samlet lnc im Lentzen / wc-nn er den Safftvnd das Wasser drauß machen wel / aber die Blumendavon samlet er im Anfang deß Sommers/ andere abersamlen sie im Ende deß Sommers öderem Anfang deß

H"bst6.

Man treuget sie aber deß mehrmchei-sim Schatten ^Vnnd nicht in der Sonnen / weil sie dann auch am be-stenseyn/ wannsievor der Sonnen Auffgang emge- treuqcii<samlet werden / doch wann sie einen dicken Stengel vndfeuchte Blatter haben / und darnach leichtlich eine Feulebekommen können/ so mag man sie auch wol »n der Son-nen abtreugen.

Dürre Kranker/ die recht abgetrennet sind / die sind Kräuter/ so

besser / als die Grünen/dann die Grünen haben ern düne/lM'

oder Wasser bey sich/ das muß man ihnen erst- umb sie amlich abziehen: Unnd das geschichr gemeiniglich gar ge- besten,linde meinem ö.illico. Wann das geschehen/ so komptdas oleum.das kan man bald innewerden/ wann oben

auffdem p^le.^m!,re oder Wasser ein Tropffe«derzweenOel oder Fen ts schwimmet. Wann man das mercket /so nehme man dieMaterren mit dem Glase/ unnd setze „csohnegefehr ein 14. Tage m einen Roßmist/ nnnd ^distillicres darnach auß der Aschen / so gehet das O bIcumvielbesier/Kuchvielmehrhierüber als sonsten. Es ^>1'wird aber auffdiefe Weise in einen Roßmiß gesetzt.

Erstlich gräbt man eine Grube/darnach das Glaß großist / darinnen die Materien ist / unnd darnach man vielMaterien im Glaß hat. Oder daß nur der Rand derGruben!einen Fuß/oder eine halbeElen lang vom Glasezu rings vmbher sey. Unter dem Glaß muß auch emenFuß tieffRoßmist liegen/und oben auffdas Glaß einenDeckelhaben/ daßvom Roßmistkeine Feuchtigkeit

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