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2 (1665) Oeconomiae Ruralis Et Domesticae
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3
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Von: D

m einer Mann in seinem Hause ihm selbst wol zurichtenund haben kan. Denn man pfleget sonst im Sprichwortzusagen: In dleSchewegehöretHew: Und einen ohn-mächtigen Bawern kan man mit einem frischen Pftrds-koth/wenu man ihm den vor die NaZen holt / auffkühlen.Da man hiergegen Reichen Börnsteinöhl nmb die Na-senlöcher streichen / oder mit allerley Artzney von Perlengemacht/ wiederznrecht bringen muß.

Was sonsten die andere grosse schwere/ thewre unndwol zugerichteArtzneyen anlangt/ damnß man hochge-lehrte unnd wolbesteltt?lpotecker ansprechen/die können einem ein Recept ordnen unnd vorschreiben /das etwas stacüchö lostet/ und darnach desto besser hilfst.

Weil abör zweyerley Aertzte heut zü Tage seyn / alsGalemsten und Theophrastiner / so solte man auch hieranzeigen/ tvie manetkcbe Artzneym auffGalenische/etliche aber auffTheophrastische weise zurichten solte/sodarfflch mich doch uitzu weit ins Feld begeben / nxil ichkein ^lcciicus bm/vnd nit mehr von der!vieclicjnz schrei-ben und sagen kan/ dann was ich fast wie einander Lm-piricus nur gesehen vnd erfahren habe/ob Mir gleich derI^lecjlcOrum I^ibii.nichtso gar unbekant seyn.

Es soll aber diß Buch pi^rmsco^xusoderdieHauß-Apoteck heissen/ darumb/dieweil ich dich lehren wil/ wieein Haußwirth selber Waster brennen / Salben vnd an-dere Artzneyen zurichte» soll / die er innerhalb oder aus-serhalb deß Leibes brauchen wil.

Das II. Capitel-Was ihm ein Haußwirth für andere Büchlein

mehr zeugen vr d lausten soll / darinnen er weiterNachrichtungvon diesen Ding ha-ben kan.

Bächer / ss c^XIeweil ich mt gern viel Wesens hier machen wolt/indezHauß- ^somußich auch kürylich berichten/ wo ein gemeinerapoteck seyn Mann weiter zur Bereitung der Wasser/ Qel/ undan-

Artzneyzweyerley

Haußapo-teckwlestejoscribiretwird.

sollen. der Zugehorungen Nachrichtung suchen soll. Es ist einBuch m toi,» außgangen / deß Titulist: Das Buch zuDistilliren / die zusammen gethanen Ding / L om posiragenandt/dm'ch die eintzlgenDing/und das Buch 1" Ke-genandt/zc, Darumbstnd allerleyL)-fenvnd lntt^umcn^abgemahlet / diemanzurDlstllli-rung haben muß. Der 1^liel2UlU8 cvon^mipl^ilzacnlstauch sehrgut/ allein/daß er Lateinisch ist/ sonstenhater ^eme Dlstlllirung der Wasser und Qliteten / Zurich-tung der Säffteünd MdererSachen/doch auffdieSpa-glrische/ oder Me es etliche nennen/ nuffdie Alchimisti-sche Art zum meisten.

Auch ist deß Braunschweigs Distlllier-

buch Nicht so gar böß : So sind auch etliche andere Bü-cher mehr außgan^en / darinnen allerley Brennöfen /Helm/ Kolben/Creutztiegel/ Röste/ Eysen / damit mandie Glase abschneide! / Molen / Nonnen / CirculirteGlaser/^Icin lzici, Kcrorccn, ?elic2n und andere sachenmehr abgerissen und gemahlet seyn / in denen auch mitwird angezeiget/wie man in der Sonnen/i a ö2lnco,i»nSande/ in derAscke/ im Ameishauffen/ im Roßmist/im Backofen/im Windosen/ durch einen Filtz/ und uffandere Formen und Arten distilliren soll : Aber das ge-höret Apotheckern und andern Künstlernsdi-e dceserSa-chen gute Meister sind/zu. ^ Wir gehen aber hier nuruffdieHaußhaltung/ und wolten einen Haußwirth gernabrichten / daß er ihm Nothfall etwas selber zurichtenkan/ unnd daß er sein gut Gelt mcht also vor schlechtWasser geben nmß/wie bißweilen geschieht. Drumb wirdie grosse Distillierkunst den Apoteckern und Z^u-ici sbefehlen/ da mag sich ein jeder selbst erholen wil er etwaskünstliches undöornemkchs in diesenDcngen / lernen.Bucher dar- Wer sonsten tust hat zum Erkäntnuß aller Kräuter/

außdle dermöchreihm ^ateiniscbeundTentsche l^ei'bzria, derertrauter zu jetzunder gar viel lm Tr uck seyn/zeugen.Als denerkennen. s)^lzllum,denl)lolcoriciemMitdenLc>mellrzni8

rlunl'i Luclcium.I^'Jriii.esUm.kucblium, Doclonckum,>VIeclicum doi^menrstü , Horndeß Heylömenschlicher Blödigkeit / 1"?lrtzney-buch/ »o.rum ls-il^ris , Lompenclium cie

p!i,nns. y«d viel andere mehr/ darinnen alle Kräuter /Fische/Thier / Ebelzesteineund andere Sachen mehr/zur Artzney dienstlich beschrieben seyn.

Das Ul. Capitel.

Von den Ofen.

Kupff«r- bedarffein Haußmrt zum Dlstillierwasser nichts

t ein klein küpffern Töpfflein oder Blaßlein ues Blas-

oh ciner halben Elen/ oder drey Viertelemer zum

El ben/dasvnrendrey eisserneFüsse hat/ die Distillier-

an da Ucingemacht seyn)'darauff es stehe/ vnnd wass^robenal. gerichr/ daß man ein küpffernes Helmlein bienstlich/darauff,. i kan/mit einer küpffernen Röhren. wieeszu-

Darnacy muß nian noch em küpfferne Rühre haben/ zurichten,dre muß man durch em Faß / darein man ka., Wassergeust/stosten/nnd darnach unter dieselbe Röhre denRe-cipienten setzen/fast wie mans macht/wüNn manBrand-tenwetnbrer.net/wie hernachfolgcr Darinnen kan manalle Wasser brennen. Aber dvcb allezeit nur eins allein/daß man etwann wol bedarff. Bescheweiter im zo.Cappitel dieses Buchs.

Man t .. ihm auch . olein Ocffelem machen lassen/ Leffelein/darinnen man zweyerleyWasser z:.gleich Mtt einem f.w>- darinnener brennen kan/oder dreyerleyWasser mit einem Fewer/ viel Wasseroder viererley Wasser/ oder mehrerley / ja wolzehener- uff einmahlley/oderzwantzigerley Wasser/ daman zugleich alle auf zu distillire/einmal mit einemFewe? brennen kan/so kompt man desto wie und warehe zu allerley Wassern / und gehen nicht so viel Unkosten umb es vorunndsogrosseMuhedrauff / als wann man ein jedes zu zurichtetinsonderheit distilliren solte. Darvon wollen wir fol?gends weiter sagen.

Dieses sage ich zu dem Ende/den soll ihm einer vieler-lei) Wasser im Vormth pr^pariren/ sd kostete viel/ undsoll offt manch Wasser übers gantze Jahr nicht einmahl -genutzet oder gebraucht werden. Bedarfs man aber ei-nes/zwey/drey/vrer Wasser auffemmal/so kan man stebald zuwege bringen/ wann man ste bedarff/ wenn mannur dreRosen/ Kräuter/ Blumen/ Wurtzeln oder Sa-men hat. Die muß man alle Jahr eintragen/ oderihmzubringen lassen / oder aber aus der Apotecken im Noth-fall holen lassen. Diß sage ich vor arme und gemeine Leu-te/ die ihnen nichtviel und mancherley öfen/ Gläser undandere Sachen zeugen können/damitisie eine zimli. e A-potecken in ihren Häusern anrichten möchten / wie dieReichen wol thum

Das IV. Capitel.

Was distilliren sey / unö warumb es

erfunden. .

c^>Eredle Vulc-,nu5 oder das Fewer/ ist ein sonder-^liche Creatur Gottes/ unnd von Gott darumb er- ^^sey.schaffen/ daß er dem Menschenvornemlich und sonder-lich dienen soll/zu seinem Auffenthalt / und zu seiner Ge-sundheit. Dann es ist zugleich ein leiblich und geistlich /slcbtiglich / und unsichttqlich / heimlich unnd öffentlichDing/ daß zugleich heimlich und öffentlich wlrcket / ge-gen den Himmel Geistlich unnd unsichtlglich^/ gegendie Erde stchtiglrch und leiblich / vnnd bat eine subttlereine Natur / kraffrige unnd behende Würckung/ inner-liche verborgene Beweglichkeit / em scharpffe durchdrin-gende Tugend : Es zeucht was unten lst hinauffzusich/löset auff/vnd machet dünne alle Materien/ vnndtreibet duräi d?e Kraffte seme Wärme über sich/ ergreif-fet /helr unnd rneweri oder verwandelt alles / purgirtvnd reiniget alles / gi bt ei.:!'m;cdcn D,',g emen andernGeschmackuüd Geruc'? / vndhatvielandere/ wundcr-barliche/geistli^everborgeneWürck ienmehr/ Sieein8pz^iucudvnndClivni!cu>. täglichmseinerPracti-cken offt über alle seine Zuversicht m seinem distilliren/sieden und sudeln wol erfehret vnd vernimmet / das son-sten ein anderervon sich selbst so wol nicht siehet noch er-finden kan. k?

ImDlstllliren aber scheidet das Fewer da^ Subtile oewermA ij vo«