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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Krönungsfeier.

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11 Hier setzen die Erzbischöfe von Köln, Mainz undTrier gemeinschaftlich ') dem Gesalbten die königliche Kroneauf und sprechen: «Empfange die Reichskrone, welche zwardurch unwürdige Hände, aber dennoch durch die Hände derBischöfe auf Dein Haupt gesetzt wird; erkenne, dass sie dieGlorie der Heiligkeit und der Tugend bezeichnet, und dassDu durch sie an die Spitze unseres heiligen Berufes trittst,so dass, wie wir für den innern Menschen die Hirten undSeelenlenker sind, Du für die äussern Verhältnisse als einwahrer und tapferer Streiter Gottes gegen alle Widerwärtig-keiten der Kirche Christi und als ein Verth eidiger des Dirvon Gott anvertrauten Reiches dastehest und durch den Dienstunserer Segnung anstatt der Apostel und durch die Fürbittealler Heiligen Deinem Dir anvertrauten Reiche ein immernützlicher Verwalter und Regierer erscheinest, damit Du,unter den ruhmvollen Kämpfern geschmückt mit dem Schmucke' der Tugenden und dem Lohne ewiger Glückseligkeit gekrönt,mit dem Erlöser und Heiligmacher, unserm Herrn JesusChristus, dessen Amt Du vertrittst (cuius nomen vicemquegestare crederis), auf ewig verherrlicht werdest. Der lebtund regiert als Gott mit dem Vater in Vereinigung mit demh. Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.« Klerus. »Amen.«

»Nun führen die Erzbischöfe von Mainz und Trier denKönig zum Altare, wo er, beide Hände auf demselben haltend,in lateinischer, dann in deutscher Sprache folgenden Eid ablegt:»Ich gelobe und verspreche ernstlich vor Gott und seinenEngeln, das Gesetz und die Gerechtigkeit sowie den Friedender h. Kirche Gottes zu bewahren, dem mir unterworfenenVolke zu nützen und Gerechtigkeit zu üben, die Rechte desReiches zu behaupten, soweit es mit dem Rathe der Fürsten,meiner und des Reiches Getreuen, geschehen kann, und diegöttliche Barmherzigkeit es zulässt. Dem heiligen römischenVater, der römischen Kirche und den übrigen Bischöfen undKirchen Gottes will ich die gebührende kanonische Ehregeben; auch dasjenige, was von den Kaisern und Königen

') Auch schon bei der Krönung Otto's I. setzten die ErzbischöfeHildebert von Mainz und Wiefried von Köln dem Könige die Kronegemeinschaftlich aufs Haupt.