Schlacht bei Baesweiler. Das Rathhaus.
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1374 von Prag aus zu Gunsten Acliens ausstellte. Er ver-ordnete nämlich, dass die Achener Bürger für kaiserlicheund Reichsschulden nicht gepfändet werden dürfen, und be-merkt, «das etliche edele ire umbsasse (Nachbarn) die dameynen sie haben schult zu uns (Forderungen an uns) unddem reiche, dieselbe von Ache angreiffen und beschedigen,und fürgeben, das sie uns und das reiche damit pfenden.«(Stadtarchiv.)
Trotz der Bündnisse fehlte es nicht an Fehden zwischenden Vasallen in den Ländern der Verbündeten, ja zwischendiesen selbst brach im Jahre 1371 ein blutiger Krieg aus.Brabantische Kaufleute waren im Lande Jülich ihrer Habeberaubt worden, und man beschuldigte den Herzog Wilhelm,er habe den Räubern Pferde geliefert und ihnen in seinenSchlössern eine Zuflucht gewährt. Darüber kam es zwischendem Herzog Wenzel und dem Herzog Wilhelm zum Brache.Jener wurde am 22. August 1371 an der Spitze eines Heeresvon achttausend Mann von diesem bei Baesweiler, zwei Stun-den von Geilenkirchen, geschlagen und gefangen genommen.Der Kampf hatte über dreitausend Menschen das Leben ge-kostet. Wenzel wurde auf die Burg Nideggen gebracht, woer elf Monate lang in Haft blieb. Im Juli des Jahres 1372war Kaiser Karl IV. mit zahlreichem Gefolge von Bischöfen,Fürsten und Edeln und mit achthundert Rittern in Achen,wo das brabantische Heer zu dein seinigen stossen sollte.Der Herzog von Jülich, einen Kampf mit dem Kaiser scheuend,führte diesem den Herzog Wenzel ohne Lösegeld zu und unter-warf sich der Gnade desselben.
Wir knüpfen nach diesen Abschweifungen an die auf S.288 unterbrochenen Mittheilungen über den Rathhausbauwieder an. Dieser war, nach einem Vertrage zu scliliessen,den der Rath im Jahre 1370 den 31. März am Sonntage inder Fasten, wo man singt judica, mit dem Meister Petermachte, im Ganzen und Grossen vollendet. Der Vertrag lau-tet nach der von Laurent (Stadtrechn. S. 35) aus dem deut-schen Originaltexte in unsere heutige Sprache gemachtenUebersetzung: Wir Bürgermeister, Richter, Schöffen und ge-meiner Rath des königlichen Stuhls von Achen thun kundallen Leuten mittelst dieses Briefes, dass wir mit Meister