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Das Karmelitenkloster.
meyer zu Burtscheid« und Arnold von Frankenberg '), Ritter,für sich und für seine Erben, »Erffvoigt zu Burtscheid« einenVertrag, in welchem die Hauptbestimniungen der Uebertra-gung der Meierei Seitens der Äbtissin wiederholt werden. BeideParteien kommen überein, das zu theilen, was von dem Ge-richte einkommt.
Vor seinem Zuge nach Italien gebot Karl IV. dem Erz-bischofe Wilhelm von Köln, seine Gemahlin Anna in Aclienzur Königin zu krönen. Die Krönung fand am 9. Hornung1354 im Beisein vieler geistlichen und weltlichen Fürsten desReiches statt. (Urk. im Stadtarcli. Meyer S. 328.) Bürger-meister des Jahres waren Jakob Colyn und Johann von demh. Geiste. (Quix, Karmeliterkl. S. 5.)
In der heutigen Franzstrasse an dem Paunellbach be-sass das edle Geschlecht der von Bongard im vierzehntenJahrhundert einen bedeutenden Grundbesitz. Auf diesem be-scliloss der Ritter Gerard von Bongard um die Mitte desJahrhunderts zu Ehren der h. Clara eine Ideine Kirche nebstKloster für zwölf Nonnen erbauen zu lassen. Die Erlaubnissvon dem in Avignon residirenden Papste war eingeholt wor-den, die Kirche in soweit fertig, dass sie geweiht werdensollte, da starb der Ritter. Gattin und Söhne, welche nichtgeneigt waren, den Klosterbau auszuführen und das Klostermit Renten auszustatten, unterhandelten mit dem Karmeliten-orden, dem sie Grund und Boden mit den darauf stehendenGebäuden anboten, wenn er daselbst ein Kloster seines Or-dens errichten wolle. Der Orden nahm gerne dies Anerbie-ten an, um Gelegenheit zu haben, in der durch ihre Heil-quellen berühmten und im erfreulichen Aufblühen begriffenenKrönungsstadt sich anzusiedeln. Im Monat November desJahres 1354 wurde der Schenkungsakt in dem Hause desViceplebans . Nikolaus in der Gentstrasse durch den NotarLambert von Cosetiberg ausgefertigt und noch in dem-selben Monat durch den Bischof von Lütticli, Engelbertvon der Mark, genehmigt. Später wurde derselbe von dem
*) In der Urkunde bekennt Arnold* dasa er Frankenberg von ei-nem Markgrafen von Jülich zu Lehen halte.