268 Topographie Achons in der Mitte des 14. Jahrhunderts.
Stadt. — Mühlen in cler äusseren Stadt: die Platzmoylenoder die Pietzmühle in der Adalbertsstrasse (1265), die obereund die untere Malzmühle auf dem Mühlenberge in der Miih-lengasse (aworz 1258).
Aus welchem Material bestanden die Häuser? Wie warensie gebaut? War die Bevölkerung eine zahlreiche, eine dichte?Bestimmte Daten, diese Fragen zu beantworten, haben wirnicht, zudem haben die wiederholten grossen Feuersbrünstees fast unmöglich gemacht, über die beiden ersteren genauereAuskunft zu geben, weil so wenig von dem ursprünglichenBestände der Stadt übrig geblieben ist. Wir können in-dessen aus den vorhandenen Mittheilungen manche nicht allzugewagte Schlüsse ziehen. Nicht selten werden in dem Ne-krologium und in dem Censusbuche Häuser dadurch hervor-gehoben, dass man sie steinerne nennt, ja einmal wird auchein Thor als ein steinernes bezeichnet. Als der Graf Wil-helm IV. von Jülich Achen überrumpelte, gelang es denBürgern dadurch, dass sie die Zwischenwände ihrer Woh-nungen durchstachen, sich zu sammeln und aufzustellen.Muss man nicht daraus den Schluss ziehen, dass die Häuseraus Holz und leichtem Fachwerk bestanden? In den Jahr-hunderten zunächst vor und nach Karl dem Grossen bauteman meist in Holz, auch Kirchen und Kapellen wurden inHolz errichtet. Das spätere Mittelalter legte hohen Werthdarauf, prachtvolle Kirchen und Rathhäuser zu besitzen, undwar weniger darauf bedacht, stattliche Privatwohnungen zubauen. Diese waren meist eng und niedrig und nur voneiner Familie bewohnt, die einen Viehstand besass, dem einTheil des Baumes überlassen werden musste. Wir habensogar erfahren, dass auch die Stiftsherren der hiesigen Marien-kirche keine unbedeutende Anzahl Schweine zur Mast führenHessen. Im Allgemeinen scheinen die Strassen schlecht be-stellt gewesen zu sein. Oft hielt man es für nöthig, denZusatz »steinern«, lapidea, hinzuzufügen, und zwar bei sol-chen, bei denen man eine ganz besondere Pflege und Auf-merksamkeit voraussetzen muss. So heisst es in der Rech-nung von 1338: Von der Steinstvasse vom Festsaal an biszum Brunnen auf dem Hof, und in der vom Jahre 1344:Die iSta'jistrasse auf dem Hof bei den Bädern. Im Nekrolo-