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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Das Reich Achen.

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gegenüber erklärten die Lombarden in demselben Jahre sichbefriedigt. (Quix, 313.)

Eine kaiserliche Bestätigungsurkunde der Achener Privi-legien vom Jahre 1336 hat darum ein besonderes Interessefür das städtische Gebiet, weil der in demselben liegendenDörfer Erwähnung geschieht. Kaiser Ludwig nimmt nämlicham 1. Mai genannten Jahres von Frankfurt aus (Quix, 322)die Bewohner Achens und der Villen (Dörfer) innerhalb derAchener Bannmeile, welche von Alters her zur Stadt gehörthätten, in Schutz. r ) Das districtum aquense in der MersenerTheilung vom Jahr 870 (man vergl. Hincmari chron. ad a.)ist der spätere bannus oder districtum, wie er im Jahre 1265vorkommt, wo Odilia, Theoderichs, genannt Vlikere, einesAchener Bürgers Witwe, und ihre Tochter Katbarina derAbtei Burtscheid ihr ganzes Erbe im Achener Bann oderDistrict schenkt. 2 ) Dieser Bann oder District ist das in derFolgezeit durch einen Landgraben umgebene sogenannteAchener Reich. Die deutsch geschriebene KurgerichtsordnungAchens vom Jahre 1338 (Quix, 325) bezeichnet den bannumgeradezu mit dem Ausdruck Biclie van Aychen. Nach Meyerwird der Achener Landwehr zuerst 1304 in einem Bruder-schaftsbriefe erwähnt. Werner von Merode und Rimburg,dessen Vater Gerard nach der Stadtrechnung vom Jahre 1334in Achen den Ehrenwein erhielt, hatte mit der Stadt Irrungenwegen der »Landweiren.«

Walram Graf von Jülich, Erzbischof von Köln, belehntim Jahre 1331 das Marienstift mit den demselben verkauftenRittergütern des Ländchens »der Heiden,« den ValkenkurgerLehen. (Liederchr. S. 205.)

Im Lager vor Landau erhob der Kaiser Ludwig IV. am21. August 1336 «den erlauchten Wilhelm von einem Grafenzu einem Fürsten und Markgrafen, dessen Grafschaft Jülichzu einer Markgrafschaft, gab ihm und seinen Nachfolgerndas Recht, bei feierlichen Hof- und Reichstagen, sodann bei

1) Die Verpfandung der Dörfer innerhalb der Bannmeile vonAchen, welche der Kaiser gegen 10,000 Pfund dem Grafen von Jülich1335 zugestanden hatte, währte also nur ein Jahr. Lac. III. 291.

2 ) Ritz, Urkunden zur Geschichte des Niederrheins, S. 125.