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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Der Johanniter- und Templerorden.

erklären der Coinmenclator oder Komthur') des Deutscli-ordenshauses Siersdorp bei Aldenhoven, der Pleban der dor-tigen Kirche, mehrere Ordensmitglieder, unter ihnen JohannesEinenberg, dass sie aus Notli wegen Sturm, Hagelschlagund Seuchen mit Erlaubniss des Ordensmeisters ihren Hofin Aldenhoven mit siebenundsiebzig Morgen Landes demBruder Gerard von Los, Provinzial der Bailei Biesen,den Morgen zu einer und einer halben Kölner Markverkauft haben. Sie fügen hinzu, dass besagter BruderGerard den Hof mit den siebenundsiebzig Tagewerken einerKapelle in Achen zum immerwährendem Gebrauche übergebenhabe (Quix, 294). So entstand in Achen die Deutschordens-commende zum h. Egidius. Unter der französischen Herr-schaft war die Kapelle der Pferdestall der Gendarmerie, diehier ihre [Wohnung hatte. Jetzt nehmen stattliche Wohn-gebäude den ehemaligen Besitz der Commende ein. Nebenanderen Besitzungen hatte die Commende auch das Gut Flatt,heute Mariabrunn, in der Achener Haide.

Der Johanniter-, auch Rhodiser- und zuletzt Malteser-orden, hatte im Anfange des dreizehnten Jahrhunderts inMecheln bei Wittern eine Commende, welche in uns unbe-kannter Zeit nach Achen verlegt wurde. Hier hatte sieihren Sitz in der unteren Trichtergasse am Johannisbache. 2 )Die Kapelle zum h. Johann Baptist ist nun in eine Elemen-tarschule verwandelt.

Der Templerorden hatte in Achen keinen Besitz. DieNamen Templerbend, wo heute das Stationsgebäude derDüsseldorfer Eisenbahn und das Polytechnikum liegen, undTemplergraben sind durch irrige Auffassung und Verwechse-lung entstanden, wie wir zum Jahre 1326 ersehen werden.

Der Herzog Johann HI. von Lothringen, Brabant undLimburg, befahl am Tage nach dem h. Bartholomäus 1321von Brüssel aus dem Steuervorstande Limburgs, die Achener

') Das Grundeigentum der Deutschordensherren war in Balleienund diese in Komthureien, dasjenige der Johanniterherren inPriorate,diese in Balleien und diese wieder in Komthureien getheilt.

2 ) 1602 wurde die Komthurei Nideggen mit der von JohannBaptist in Achen und mit der in Mecheln verbunden. Aschenbroich,Beiträge zur Geschichte Jülichs, S. 110.