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Krönung Wilhelms.
Könige Treue. In wie hohem Grade dieser die Tapferkeitder Vertheidiger ehrte, geht aus dem Umstände hervor, dasser denselben vollständige Verzeihung und Bestätigung ihrerPrivilegien gewährte. Einige nehmen an, die Bestätigungs-urkunde sei am 18. Oktober gegeben worden, wie die Ur-kunde von diesem Tage datirt ist. Diese setzen dann auchden Einzug des Königs in die Stadt auf diesen Tag. Ist esaber wahrscheinlich, dass dieser bei der Lage der durchBelagerung und namentlich durch Ueberschwemmung so hartmitgenommenen Stadt und bei dem in allen Nachrichten mitbesonderm Nachdruck betonten Elend der Bewohner gleichnach der Uebergabe geschehen konnte? Daher nehmen an-dere mit grösserer Wahrscheinlichkeit an, der König habeam 31. Oktober, dem Tage vor seiner Krönung, die Stadtbetreten, die Privilegien seien aber gleich bei der Uebergabeam 18. Oktober zugesichert worden, und daher trage dienach der Krönung ausgefertigte Urkunde dieses Datum. DieUrkunde erhält diejenigen Privilegien, welche oben S. 131und 151 besprochen wurden. Der Belagerung thut sie keineMeldung, die Zeitereignisse berührt sie nur mit der Hindeu-tung auf die Absetzung Friedrichs II. Als Zeugen sind unter-schrieben u. A. zwei Kardinäle, Petrus und Wilhelm, Letz-terer Bischof von Sabina, der Erzbiscliof Konrad von Köln,der Bischof Heinrich von Lüttich, die Aebte von Prüm undInda, der Probst Otto von Achen, Walram IV., Herzog vonLimburg, sein Bruder Adolf von Berg, die Grafen Otto vonGeldern, Wilhelm von Jülich u. s. w. Die Salbung undKrönung fand am Tage Allerheiligen durch den ErzbiscliofKonrad, nach Anderen durch den päpstlichen Legaten Peter,unter Anwesenheit des anderen Legaten Wilhelm, der rhei-nischen Erzbischöfe und vieler geistlichen und weltlichenGrossen statt. Es wurde von den Gegnern Königs Wilhelmbeanstandet, dass die Feier ohne die ächten Krönungsin-signien vollzogen wurde. Diese waren im Besitze Konrads IV.und befanden sich auf der Feste Trifels.
Der König weilte noch mehrere Tage in Achen undhielt am 3. und 5. November mit den Grossen, welche derBelagerung und seiner Krönung beigewohnt hatten, einenReichstag.