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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Belagerung Achens.

noch nicht fertig geworden war, einen tiefen Graben gemachtund diesen mit Pallisaden befestigt. Die Belagerer umgabendie Stadt, um den Bewohnern die Zufuhr abzuschneiden, undsuchten sich vortheilhafter Stellungen vor der Stadt zu ver-sichern. Eine solche war die Fläche an der Nordseite desTlatzes, welche die mittlere Stadt, denn diese wurde bela-gert, beherrschte, und die heute Templerbendstrasse undUmgebung ausmacht. Die Friesen im Heere Wilhelms, audie ohne Zweifel noch heute der westlich vom äusseren Pont-thore gelegene Friesengraben erinnert, bemächtigten sich dervorteilhaften Stellung und befestigten sich in derselben so,dass ein dreimaliger Angriff der Achener auf dieselbe sienicht verdrängte. Dieselben Friesen 'bemächtigten sich aucheines uneinnehmbar geglaubten Punktes vor einem der Tlioreund vollendeten die EinSchliessung der Belagerten, die häu-tige verzweifelte Ausfälle machten und stark durch die feind-lichen Bogenschützen belästigt wurden. Bei einem der Aus-fälle wäre König Wilhelm fast gefangen genommen worden;die Achener überraschten ihn nebst mehreren Prälaten undFürsten bei der Tafel. Die Tapferkeit des Herzogs Heinrichvon Brabant und des Grafen Adolf von Berg rettete ihn.Der Letztere spaltete einem Anführer der Achener, der sichder Person des Königs bemächtigen-wollte, das Haupt, wor-auf die Angreifer sich zurückzogen. Während dieser Belage-rung fand ein Ereigniss statt, das auch für unsere Tage nochvon hoher Bedeutung ist. Es zog nämlich der junge Königvon dem hartbedrängten Achen in der ersten Hälfte desMonates August nach Köln. Ihn begleiteten die ErzbischöfeKonrad von Köln, Siegfried von Mainz, Arnold von Trier,der päpstliche Legat, die Bischöfe von Münster, Minden,Lüttich und Utrecht, der König von Böhmen, der Herzogvon Brabant, die Grafen Adolf von Berg, Dirk von Cleve,Johann von Hennegau und viele andere geistliche und welt-liche Grosse. Hier wurde am 14. August, am Tage vorMariä Himmelfahrt, der Grundstein zum neuen Dome gelegt.Diese erhebende Feier wird den Belagerten kaum Erleichte-rung gebracht, haben, die, während durch Kampf und Man-gel ihre Reihen sich lichteten, einem zahlreichen Feindegegenüber, der stets frische Streiter ihnen entgegenwerfen