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Die Notk der Pfalzkapelle.
gerettet, denn die Tapferkeit der Besiegten schreckte dieBarbaren von weiterem Vordringen ab. Papst und Kaiserwarfen einander die Schuld vor, dass sie dem bedrängtenEuropa keine wirksame Hülfe geleistet hätten.
Papst Gregor IX, starb am 31. August desselben Jah-res, nahe hundert Jahre alt. Nach kaum sechszehntägigerRegierung seines Nachfolgers Coelestins IV. folgte eine fastzweijährige Sedisvacanz, nach welcher durch die Wahl Inno-cenz' 1Y. am 24. Juni 1243 dem Kaiser ein noch furchtbarererGegner entgegengestellt wurde. Achen stand jedoch un-erschüttert auf der Seite des 'Kaisers. Es schloss am 1.Dezember 1241 mit dem Grafen Wilhelm IV. von Jülicheinen Vertrag und verpflichtete sich, dem Kaiser Friedrich II.und seinem zum Könige gewählten Sohne Konrad gegen JedenHülfe zu leisten, wofür der Graf 500 Mark vom Reiche em-pfangen sollte. (Lac. II. 260.) Im Oktober desselben Jahreshatte Kaiser Friedrich II. dem Grafen Wilhelm IV. von Jülichin Cremona die Reichsstadt Düren für 1000 Mark verpfän-det. (Kremer, Beiträge III. 52.) Der junge König Konradwar im März 1242 auf kurze Zeit in Achen.
Durch die Feuersbrünste in den Jahren 1224 und 1236hatte die Marienkirche schwere Verluste gehabt. Ein paarUrkunden (Quix 162 und 163) bestätigen dies. Die Einevom Jahre 1242 besagt, dass der Achener Kanonikus Heiden-reich von Tuneburch (Thomburg bei Euskirchen) in Ansehung,dass die Kirche durch mannigfaches Missgeschick, vor Allemdurch Brandunglück in Schulden gerathen sei, zur Tilgungletzterer der Kirche zwanzig Mark gibt unter der Bedingung,dass in derselben vier Feste gehalten werden, nämlich dasder Apostel Philippus und Jakobus, des h. Egidius, des h.Thomas, des Märtyrers nnd Erzbiscliofs von Canterbury, unddes h. Papstes Gregor. Er gibt ferner sechs Mark, damitden vier Festtagen ein fünfter zur Verherrlichung Mariäbeigefügt werde. In der zweiten Urkunde vom Jahre 1243leisten vier Brüder der Abtei Gladbach Verzicht zu Gunstendes Baues der Achener Kirche auf das Recht, welches sie aufdie Hälfte einer Hofstätte vor dem Paradisus der Kirchehaben. Von manchen ähnlichen Zuwendungen mag das An-denken verloren gegangen sein.