Friedrich IL. und sein Sohn Heinrich.
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mit dem Kirchenbann treffen, der unseren Befehlen nichtgehorcht.« Den Kaiser, welcher 1235 nach Deutschlandkam, umgaben zu Regensburg siebzig Fürsten, welche dieAbsetzung Königs Heinrich aussprachen. Diesen bewog derDeutschmeister Hermann von Salza, persönlich den Vaterum Gnade zu bitten, welche ihm gewährt wurde; da derSohn aber nicht die Bedingungen erfüllte, wurde er gefangennach Italien abgeführt, wo er in Haft blieb, bis er am 22.Februar in Martora, 32 Jahre alt, starb. In Kosenza wurdeer begraben. Auf dem glänzenden Reichstage zu Mainz vomJahre 1235, auf welchem das berühmte Landfriedensgesetzerlassen wurde, 85 Fürsten und Prälaten und 12,000 Edleversammelt waren, wurde die Absetzung Königs Heinrichbestätigt. Im August 1237 zog der Kaiser nach glücklicherBeendigung aller deutschen Angelegenheiten wieder über dieAlpen nach Italien. Mit Ausnahme eines kurzen Besuchesim Jahre 1238, um Truppen zu werben, sah Friedrich Deutsch-land nicht wieder. Er Hess in den ersten Monaten des Jah-res 1237 seinen neunjährigen Sohn Konrad in Wien zu seinemNachfolger erwählen und diese Wahl im Juli des nämlichenJahres zu Speier erneuern. Die Bürger Achens hatten demKaiser geklagt, dass die Zollfreiheit und andere Ehrenrechte,welche sie seit Karl dem Grossen besessen hätten, ihnenverkümmert würden. Der Kaiser fordert nun von Hagenauaus im März (das Jahr wird nicht angegeben) die Fürstenund Grossen auf. «die Bürger in ihren Rechten zu schützen.«
Unterdessen war der Kampf zwischen dem Kaiser undund den lombardischen Städten wieder auf das heftigsteentbrannt. Der Papst stellte sich auf die Seite der Letzterenund bannte im Jahre 1239 Friedrich II. von neuem wegenBegünstigung eines Aufstandes im Kirchenstaate und wegenMisshandlung der Kirche Siciliens. Das deutsche Vaterlandwar in sich selbst entzweit, indem die Einen dem Kaisertreu blieben, die Andern dem Papste folgten, und, währendder Kaiser fern war, in seinen Ostmarken von einem bar-barischeu Feinde, den Mongolen, die unerhörte Gräuel ver-übten, bedroht. Der tapfere Herzog Heinrich von Breslauwarf sich ihnen entgegen und verlor am 9. April 1241 beiLiegnitz Schlacht und Leben. Trotzdem war das Vaterland
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