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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Die Staufer und die Weifen.

iin Allgemeinen und zu Philipp insbesondere. Dieser war näm-lich vom Jahre 1187 bis zum Jahre 1193 Probst an der Pfalz-kapelle gewesen. *) Er hatte nach dem Nekrologium derKirche die Einküfte seiner Probstei zum Neubau des Klostersund der Schlafstelle oder des Dormitoriums freigebig ver-wandt. Die Bogen der Stirnmauer des Dormitoriums, welcheauf sieben schlanken Säulen von Sandstein ruhen, bewundertman noch heute in dem Arm des Kreuzgangs der Kirche,welcher von Süden nach Norden geht. Der Neubau solltewahrscheinlich den durch den Brand von 1146 zu Grundegegangenen karolingischen ersetzen. Man muss vermuthen,dass das auf Kosten Philipps errichtete Werk unter demvorhin erwähnten Custos Albertus zu Stande kam. 2 )

Otto von Braunschweig, unterstützt vom Grafen Balduinvon Flandern, suchte sich des Krönungsortes Achen zu be-mächtigen. In diesen hatte Philipp, welcher am 29. Juni1198 mit dem Könige Philipp August von Frankreich zuWorms ein Biindniss gegen Otto geschlossen, unter HeinrichTruchsess von Waldburg eine Besatzung von dreihundertMann geworfen. Walram von Limburg war, eben vom heil.Lande zurückgekehrt, von dem Staufer mit dem nahen Be-rinstein belehnt worden, das er wahrscheinlich besetzt hielt.Achens Bürgerschaft und Besatzung, widerstanden tapfer wäh-rend drei Wochen den Angriffen Ottos, bis dieser am 10.Juli die Stadt eroberte und zwei Tage später sich in derPfalzkapelle vom Erzbischof Adolf von Köln, einem Grafenvon Altena, krönen liess. Den Tag vorher hatte er sich diesiebenjährige Tochter des Herzogs von Brabant verlobt. Nacheiner übertriebenen Angabe betrug die Anzahl der Belagerer130,000!

Im Besitze der Krönungs-Insignien liess Philipp sich am15. August durch den Erzbischof Aimo von Tarantaise zuMainz, dessen Erzbischof Konrad auf einem Kreuzzuge ab-wesend war, krönen. Seine Macht gründete er, wie Arnoldvon Lübeck, ein Geschichtschreiber aus dem Anfange des

') Gesch. Philipps von Schwaben und Ottos IV. v. Braunsehweigv. Winkelmann, 1873, S. 15. 2 ) Man vergl. Fr. Bock, Rheinlands Bau-denkraale, I. Serie N. 6.