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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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142 Dechant, Sänger, Scholaster, Kellner, Kämmerer.

Aussei- dem Probste sind an der Pfalzkapelle von Bedeutungder Dccliant, ] ) Vorsteher der Pfalzgeistliclikeit für den Gottes-dienst. Der Sänger, welcher den Chorgesang leitet, der Scholaster,unter welchem die Schule der Pfalzkapelle steht. ProbstOtto tritt durch Urkunde vom März 1233 (Lac. II. 183) demAmte des Stiftsscholasticus die von ihm bis dahin bezogenenGefälle der Kirche zu Düren ab mit der Bestimmung, dassweder ihm, dem Probst Otto, noch einem seiner Nachfolgergestattet sein soll, das Amt des Scholasters, welcher mitRecht der Mund und das Auge der Kirche genannt werde,einem anderen als einem Stiftsherrn zu verleihen, der ander Achener Kirche seine Residenz habe. Als Würden-träger werden ferner noch genannt der Kellner und derKämmerer oder der Verwalter der Stiftsgüter. Wie grossgegen Ausgang des zwölften Jahrhunderts die Anzahl derStiftsherren war, konnte nicht ermittelt werden.

Wir fügen zur Regierung Heinrichs VI. noch hinzu eineNotiz aus den Annalen von Achen zum Jahre 1190 (Boehmer,fontes III, 397), dass zur Zeit Heinrichs VI. noch viele Kö-nigshöfe bestanden: im Herzogthum Sachsen zwanzig, in

das Thor öö'nete und schloss. Dagegen heisst es bei der Einführungdes Probstos Franz Joseph Graf Manderscheidt-Blankenheim vom 21.Oktober 1721: Aus dem Kirehenstuhle begab er sich zur Wolfsthüre,wo ihm der Schlüssel zur Kirche überreicht wurde; von da ging manüber den kleinen Kirchhof bis zu den Trümmern des eingeäschertenProbsteigebäudes, an dessen Thor er die Hand legte. K. F. Meyerschrieb im Jahre 1786 bei Gelegenheit der Frage über eine besondereJurisdiction des Probstes, der Kerker für Angeklagte sei im Kellerder ehemaligen Probstei gewesen, die nach dem Brande nicht wiederaufgebaut worden sei. Der kerkerartige Keller ist noch heute iu demMaassen-Jardonsclien Hause vorhanden. Ueber die alte Probstei vergl.man die Monographie von F. Bock in Rheinl. Baudenk, von 1872.

*) Er hatte seine eigene Wohnung, die Dechanei, das Lokal derheutigen Realschule, besass seit 1263 in der Soers, nordwestlich vomLousbei'g das Landgut Husen, hatte den Zehnten von Moresnet undHergenrad und war Pfarrer zu Jüpile. In der Dechanei lag die S.Oswaldkapelle. Auf einem schwarzmarmornen Kamin eines Klassen-zimmers der Realschule finden sich folgende Namen mit Wappen:Hinnesdael Strauven De Zieles A. B. Ilerckenrode. Charitate et Pa-

tientia.

A u Jubilaei Eccl. B. M. AQUEN. 1615.