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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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98 Heinrich III. beschenkt die Stifte Burtscheid u. S. Adalbert.

armen Kloster in der Villa Burtscheid (Portcetho), welcheszu Ehren des heiligen Johannes des Täufers erbaut sei, undschenkt demselben die Eeichshörigen, welche in derselbenVilla wohnen, und Alles das, was sie früher -zur Pfalz inAchen zu liefern und zu leisten schuldig waren. Y ) Man wirddiesen Widerspruch kaum anders erklären können, als indemman annimmt, neben dem den h.h. Apollinaris und Nikolausgewidmeten Kloster sei ein anderes unter demselben Abtestehendes auf den h. Johannes den Täufer geweihtes ent-standen, welches letztere mit geringeren Mitteln ausgestattetgewesen. — Dem Adalbertsstifte schenkte der König am 13.Februar 1041 für die Seelenruhe seines Vaters Konrad, zurfrommen Erinnerung an seine selige Gemahlin Chunihild,eine Tochter des Dänenkönigs Kanut, sowie zu der MutterGisela Wohlfahrt seine Besitzungen zu Vaels, Gimmenich,Moresnet und Villen. Dem Marienstifte zu Achen schenkteer Landbesitz zu Gimmenich und Herve. Noch in dem letztenJahre seines Lebens, am 11. Juni 1056 schenkte er auf An-stehen seiner zweiten Gemahlin Agnes und seines Sohnes,Königs Heinrich IV., der Abtei Burtscheid ein Gut zu Epenim Geiüthale in der vormaligen Reichsherrschaft Wittern.Heinrichs III. zweimalige Anwesenheit in der Achener Pfalzim Februar und Juni 1041 steht urkundlich fest.

Weltliche Fürsten übten seit Jahrhunderten grossenEinüuss auf Besetzung der höheren geistlichen Stellen aus;gewissenhafte kirchlich gesinnte erwogen dabei vor Allemdie Interessen der Kirche und wirkten vielfach wohlthätig,wie man ganz besonders Heinrichs III. Theilnahme an derWahl mehrerer deutscher würdiger Prälaten zu Päpstenrühmend hervorhebt, leichtsinnige, unkirchliche Fürsten übtendagegen durch ihr Eingreifen und durch Beförderung unge-eigneter Persönlichkeiten zu hohen einflussreichen Kirchen-ämtern eine nachtheilige ja verderbliche Wirkung auf dieKirche aus.

Wie Kaiser Heinrich III. bei Besetzung des erzbischöf-lichen Stuhles von Mailand nach dem Tode des ErzbischofsHeribert verfuhr, erzählt Landulf, ein italienischer Chronist

') Abt ist Benedictus. Quix, Gesch. d. Abtei Burtscheid. S. 207.