Berichte über die Eröffnung des Grabes.
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nonikus brach und noch vierzig Jahre gelähmt blieb, fährter fort: »Der Leichnam Karls aber wurde an der rechtenSeite der Kirche hinter dem Altare des heiligen Johannesdes Täufers beigesetzt und über demselben eine goldenewunderbare Crypte gearbeitet, und der Leichnam fing an,durch viele Zeichen und Wunder berühmt zu werden. Dochwird Karls Andenken nicht kirchlich gefeiert, sondern nachgewöhnlicher Sitte ein jährliches Todtenamt für ihn abge-halten. Dessen goldenen Stuhl schenkte der Kaiser Otto demHerzoge Boleslav (von Polen) für Reliquien des heiligenMärtyrers Adalbert.«
Die Chronik von Novalese, welche zwischen 1030 und1048 geschrieben wurde, berichtet über die Auffindung derLeiche Karls des Grossen, wie folgt: »Nach Verlauf vielerJahre kam der Kaiser Otto III. in die Gegend, wo Karl ruhte,und begab sich mit zwei Bischöfen und Otto, dem Grafender Laumellina J ) (am Po) zum Orte des Begräbnisses; eswar aber der Kaiser selbviert. Graf Otto erzählt nun Fol-gendes: »Wir traten zu Karl ein. Er lag aber nicht, wie esbei anderen Leichen der Fall ist, sondern er sass wie einLebender auf einem Stuhl. Er trug eine goldene Krone undhatte das Scepter in den Händen, die mit Handschuhen ver-sehen waren, durch welche die Fingernägel durchgedrungen.Ueber ihm war ein Gewölbe aus Kalk und Marmor festzusammengesetzt. Als wir zu ihm gelangten, brachen wirsogleich eine Oeffnung zu ihm hin. Zu ihm eintretendempfanden wir einen sehr starken Geruch und zollten ihmkniend unsere Verehrung. Kaiser Otto liess alsbald die Leichemit weissen Gewändern umgeben, die Nägelspitzen abschnei-den und alles um sie herum Fehlende ersetzen. An denGliedern mangelte noch nichts durch Verwesung, nur an derNasenspitze fehlte ein wenig, das der Kaiser sogleich durchGold ersetzen liess. Nachdem Otto einen Zahn aus dem
l ) Nach Ficker, Forschungen zur Reichs- und Rechtsgesch. Ita-liens I. Innsbruck, 1868 p. 314 ff. zum J. 1001 führt Otto , Graf vonPavia und Lomello, Neffe des Bischofs Peter von Como, nicht alleinden Titel eines comes palatii, sondern sitzt auch als protospatariuset comes sacri palatii zu Ravenna und zu Pavia dem Hofgerichte vor.