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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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Schenkungen Ottos III. an die Marienkirche.

Um dem Range zu entsprechen, welchen Otto III. derPfalzkapelle zugedacht hatte, musste sie mit dem nöthigenBesitz ausgestattet und der Verwahrlosung entzogen werden,welcher sie anheimgefallen war. Schon in der UrkundeKaisers Otto I. vom Jahre 972 (oben S. 71) war auf dieArmuth des Stiftes hingewiesen worden; die Urkunde KaisersOtto III. über die Schenkung des Reichsortes Dortmund imWestfalengau (datirt Achen, den 12. October 997) an dasMarienstift zur Wiederherstellung der Kirche gebraucht Aus-drücke, welche den Beweis liefern, dass dieselbe durch Unglückund Vernachlässigung schadhaft geworden war und derErneuerung und der Wiederherstellung bedurfte. Spezielwurde die Stiftung auch noch zu dem Altare in der Empor-hirche derselben Pfalzkapelle benutzt, welcher zur Ehre derAuferstehung Jesu Christi geweiht war. In einer mit grosserSorgfalt ausgearbeiteten Pergamentschrift aus dem 14. oder15. Jahrhundert auf acht Blättern in kl. Fol., welche imAchener Dom aufbewahrt wild und die Gebete und Gesängeenthält, die beim Entkleiden und Abwaschen der 29 odernach einem jiingern Verreichniss der 33 Altäre durch denDechanten und die Canonici am Grünendonnerstage vorge-tragen wurden, ist vom Auferstehungsaltar auf der Empor-kirche nicht mehr die Rede. Man vermuthet nicht ohneGrund, derselbe habe der Gemeinde des Ortes Achen zumPfarrgottesdienste gedient und sei, als man diesen in dienahegelegene S. Foilanskapelle verlegte, entfernt worden.

Das folgende Jahr 998 bringt zwei Schenkungsurkundendesselben Kaisers an das Marienstift: die eine vom 18. Juli,die andere vom 15. October. In der ersteren wird demselbender Hof Andernach im Meinfelclergau geschenkt, in der zweitenzum Seelenheile des Kaisers, seiner Eltern und des grossenKaisers Karl ein Hof, Tile genannt, zu dem oberen zu Ehrender heiligen Auferstehung Christi geweihten Altare verliehen.Auffallend ist der Ernst der Gedanken, welcher sich imEingange der Urkunde ausspricht und an die geistlichenUebungen erinnert, welche der junge Fürst mit dem heil.Adalbert, später mit dem h. Romuald, dem h. Nilus undAnderen hatte. In allen Dingen, heisst es, wo wir nach demBeispiel unserer Vorfahren zur Vermehrung der Kirche oder