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Lothar II. von Frankreich in Achen.
von Köln den von König Ludwig (von welchem, wird nichtnäher angegeben) der S. Peterskirche in Köln geschenktenund von Otto I. bestätigten Wildbann, der in seinen west-lichen Theilen bis in die Nähe Achens sich erstrekte, indemer von Wissersheim bei Düren über die Roer (Rura) nachAchen ging bis zum Haarbach (Ackara), von da bis zurWurm, wo die Strasse von Mastricht nach Köln dieselbedurchschnitt, von da über Glesch bis zur Erf't und diese ent-lang wieder bis Wissersheim. Vermuthlich war der Kaiserauch wieder das folgende Jahr in Achen, denn er erliess vondem nahen Mastricht aus eine für die benachbarte AbteiInda wichtige Urkunde. Er erhob nämlich den edlen Erwichzum Abte, bestätigte den Mönchen die von dem Vater undden übrigen Vorgängern bewilligte Freiheit, einen Abt zuwählen, und erklärte, dass das Kloster und dessen Angehörigenur der königlichen und der kaiserlichen Gewalt unterworfensein und keiner anderen zu Lehen gegeben werden sollten.
Es schweigen nun mehrere Jahre hindurch die Nach-richten über einen Aufenthalt des Kaisers in Achen, bis wirihn endlich wieder am Tage des h. Johannes des Täufers(24. Juni) 978 in der hiesigen Pfalz finden. Dieses Mal wäreihm und der schwangeren Gemahlin Theophano die Anwesen-heit in derselben fast verhängnissvoll geworden. Lothar, dervorletzte König von Frankreich aus dem karolingischen Hause,als Gemahl der Emma, einer Tochter aus erster Ehe derKaiserin Adelheid und Mutter Ottos II., des LetzterenSchwager, hatte mit dem mächtigen emporstrebenden Hauseder Capetinger ein leidliches Verhältniss, während sein BruderKarl durch Kaiser Otto II. Herzog von Niederlothringengeworden war, wo die Söhne Reginars noch ihre Anhängerhatten. Graf Reginar, Herzog Giselberts Bruder, hatte vorErzbischof Bruno wegen Friedensstörung aus Lothringen ent-weichen müssen und war in Böhmen gestorben. Seine SöhneReginar und Lambert brachen nach Ottos I. Tod aus Frank-reich zwar in Lothringen ein, mussten sich aber bald wiederzurückziehen. Mit diesen verband sich Lothar, welcher, wiedie westfränkischen Karolinger überhaupt, Lothringen undAchen als väterliches Erbe betrachtete, wie die Jahrbüchervon S. Gallen sagen.