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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
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64 Achen vom J. 936 bis zum J. 1531 Krönungsort.

errichtet war, von welchem aus er Alle sehen und von Allengesehen werden konnte.

Nachdem darauf Gott verherrlicht und der Gottesdienst(das Messopfer) feierlich abgehalten worden war, stieg derKönig zum Palast herab, trat zu der mit königlichem Ge-räthe geschmückten marmornen Tafel und setzte sich mitden Bischöfen und allem Volk zum Mahl; die Herzoge aberbedienten ihn. Der Herzog Giselbert, zu dessen Gebiet jenerOrt gehörte, besorgte Alles (war Kämmerer), Eberhard standder Tafel vor (war Truchsess), Hermann der Franke standden Schenken vor (war Mundschenk), Arnulf der Ritterschaft(war Marschall), suchte die Stellen zum Lager aus und wiesin demselben die Wohnungen an. Sigfrid aber, der Sachsenbester und nach dem Könige der erste, einst Schwager desKönigs (Heinrichs) und nun dem Könige durch Verwandt-schaft nahstehend, verwaltete zu dieser Zeit Sachsen, damitnicht unterdessen ein feindlicher Ueberfall stattfinde, undhielt den jungen Heinrich (Otto's I. Bruder) bei sich, den ererzog. Der König beehrte nach dieser Feier einen jedenFürsten mit königlicher Freigebigkeit durch angemessenes Ge-schenk und entliess in aller Heiterkeit die Menge.«

Diese grossartige Feier, welche nach langem Hader undnach langer Entzweiung die Fürsten der verschiedenen Theiledes Vaterlandes unter ihrem Haupte in der Pfalz des Be-gründers der deutschen Einheit wieder versammelte, fandam 8. August 936 statt. Achen hatte seit den Tagen Lud-wigs des Frommen und seines Sohnes Lothar Aehnlichesnicht erlebt und galt von da an im Hinblick auf Karl denGrossen bis zum Beginne der neuern Zeit (1531) als die-jenige Stätte, auf welcher die deutschen Herrscher die reli-giöse Weihe zu ihrem Königsberuf empfingen.

Der junge vierundzwanzig Jahre alte König hatte inder ersten Zeit seiner Regierung harte Proben zu bestehen,denn die eigenen Brüder Thancmar und Heinrich erhobensich gegen ihn in Sachsen, während in Lothringen der Schwa-ger, Giselbert, mit jenen und mit Eberhard dem Frankenverbündet, sich wiederholt auflehnte, bis dieser im Jahre 939in Folge seiner in der Schlacht bei Andernach erhaltenenWunden starb und Giselbert bei Gelegenheit derselben Schlacht