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Maas, nach ihm Lothringen genannt, das Elsass und die heu-tige Schweiz), dem Karl die Provence.
Lothar II.
Nach dem Tode des Vaters brachten die Grossen Lo-thar II. nach Frankfurt, wo sein Oheim Ludwig ihn alsKönig anerkannte. Den 9. November 855, sowie den 11. und13. Februar 856 erliess er von Acheu aus Urkunden. Wannund wo er in dem letztern Jahre gekrönt worden ist, wirdnicht angegeben. Viele nehmen nicht ohne Wahrscheinlich-keit Acheu als Krönungsort an. Er heirathete in diesemJahre eine vornehme Burgunderin, Theotberga genannt, derenVater Boso und deren Bruder Hucbald hiess. In dem Netzeder Buhlerin Waldrade gefangen, verstiess er im folgendenJahre seine rechtmässige Gattin, eine That, welche ihm biszu seinem Tode unheilvoll war.
Der Zwist mit seinem Bruder Ludwig II. von Italien,welcher mit dem ihm zugefallenen Antheile des Beiches Lo-thars I. nicht zufrieden war, der Hader seiner Oheime,Ludwigs von Deutschland und Karls von Neustrien, wobeiwir ihn bald auf Seiten des Erstem, bald auf Seiten desLetztern finden, endlich die in Achen, Metz und Bom ver-handelten Eheangelegenheiten, welche ein so düsteres Bildder sittlichen Zustände des Beiches entrollen, füllen die Zeitseiner Begierung aus.
Die Königin hatte sich durch Gottesurtheil nach derAnsicht der Zeit mit Erfolg von der ihr zur Last gelegtenSchuld eines sträflichen Umganges, den sie mit dem Brudervor der Ehe gepflogen haben soll, gereinigt, und der Königwurde von seinen Vasallen genöthigt, die Gemahlin wiederan den Hof zu nehmen, die er aber hier in Verwahi'samhielt. Aber im Jahre 859 begannen Lothars Bemühungen,von Theotberga geschieden zu werden, von Neuem, nachdemer die Bischöfe seines Beiches für seinen Plan gewonnenhatte. Am 9. Januar 860 war in Achen eine Synode vonlothringischen Bischöfen. Zu ihnen gehörten Gunthar, Erz-bischof von Köln und Lothars Kanzler-, und Teutgaud, Erz-bischof von Trier u. A. Nach den vorliegenden Akten be-gaben die Bischöfe sich zur Königin, hörten deren Beichte