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1 (1873) Von den Anfängen bis zum Jahre 1400
Entstehung
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Aohen unter den Römern und Franken.

Wasserleitungen, Münzen, Altertliümern und Bädern 1 ). Letzterenamentlich geben den Beweis, dass sie die trefflichen Heil-wässer kannten und benutzten. Ist es da zu gewagt anzu-nehmen, dass sie hier eine bleibende Wohnstätte hatten,welche im Drange kriegerischer Ereignisse und unter demUmherziehen barbarischer Völkerschaften zu Grunde ging?Sei dem, wie ihm wolle, den Namen haben sie auf jedenFall zurückgelassen. Sowie sie in den verschiedenen Ländern,wo sie herrschten, die Heilquellen mit dem Worte Aquaebezeichneten, so auch hier und zwar mit dem Zusätze Grani,des celtisch-römischen Heilgottes Apollo. Aus dem Granushat die Sage einen Bruder des Kaisers Nero gemacht undauf ihn den östlichen Thurm des Achener Rathhauses be-zogen, der aber erst im Anfange des dreizehnten Jahrhundertserbaut wurde. Auffallend, wie der Name entstehen konnte.Ob die Römer an dieser Stelle ihren Heilgott Granus ver-ehrt haben? Seit der zweiten Hälfte des achten Jahrhundertsbis zum zwölften Jahrhundert kommen mannigfaltige latei-nische Bezeichnungen für den Ort vor, bis endlich Aquisgranumin lateinischen Schriftstücken der gebräuchliche bleibt. Alsdeutscher Ausdruck mit lateinischer Endung tritt im achtenJahrhundert Achae, im zehnten Ach und Ahha und endlichim Anfange des dreizehnten der geschichtlich und gramma-tisch richtige Achen auf. Dieser wird sich auch wohl unterden sieben und zwanzig deutschen Formen, die man kennt,als der richtige nach und nach wieder Geltung verschaffen.

Das Römische Reich, ein Weltreich, sank seit dem viertenund fünften Jahrhundert durch Zwietracht im Innern undKriege nach Aussen unaufhaltsam und war nicht mehr imStande, seine entfernteren Provinzen zu behaupten. UnsereLande mussten schon gegen Anfang des fünften Jahrhundertsdem tapferen Stamm der Franken überlassen werden. Diesesonderten sich in die salischen Franken und die ripuarischen,welche letztere zwischen Rhein und Maas sassen. Ihre Theil-herrschaften wurden am Ende des fünften und am Anfangedes sechsten Jahrhunderts durch Chlodwig, den Neuere

') Ueber die hiesigen Römischen Alterthümer vergleiche man:Gesch. des Bades Aachen von Dr. B. M. Lersch. Aachen 1870, S 712.