Stemml er (in gebückter Stellung.) Der Hopza ist es, gnädig«Durchlaucht. Wir haben Eure Uhr auch wieder.
Hemmelrath. Wir wollen ihn verlähmen.
Rasch. Eine Fußsehne durchschneiden, daß er nicht entspringt.Hopza. Bleibt mit dem Messer fort, sonst seid Ihr AllAnglücklich!
Ioh. Wilh (streng gebietend,) Zurück! Das Messer fort! Das ist
unmenschlich.
Denn ist er Mörder auch und Räuber, hatEr doch nicht aufgehört ein Mensch zu sein.
Erst einen Urtheilspruch und dann die Strafe!Hemmelrath. Ist aber Brauch bei gefährlichen Wildschützen.Rasch. Herr, das Gesetz hat es ja so bestimmt.Joh. Wilh. Mein Will' ist hier Gesetz. Die BarbareiSei abgeschafft, fort mit dem Messer, fort!
(Während Alle ihre Ausmerlsamleit auf den Kurfürsten richten und auch Stemmler sichihm zuwendet, der den Hopza, nachdem derselbe aufgestanden, noch immer mit ausge-streckter Rechte am Kragen der Jacke sesthält, schlüpft Hopza aus der Jacke und springtsort, während Stemmler die leere Zacke eine Zeitlang hält,)
Klaus. Der ist nicht festgewachsen in den RockWie andre Füchse, auch nicht an die Erde.
Hemmelrath und Rasch (sehen einander verwundert an -) Fort!Stemmler (Gleichzeitig,) Alle Hagel! so wollt ich, daß — lauft!schießt! O ich alter Esel!
(Jäger und Schützen laufen nach, St-mmler schleudert die Jacke hin und will nachrennen.)
Joh. Wilh. Laß jüngern Beinen diesen Wettlauf, Alter!Ich trag die Schuld und nehme sie auf mich.
Denn besser ists, daß dieser Strolch entwischt,
Als daß ein ganz abscheulicher GeblauchHier wackre Männer noch besudeln sollt.
Der Schelm entläuft verdienter Strafe nicht.
Stemmler (reicht die Uhr.) Hier habtJhr, gnädige Durchlaucht, Eure
Uhr wieder, die ich beim Diebe fand.
Joh. Wilh. Behalte sie als gnädiges Geschenk
Für solchen Fang und auch zum Trost des Unmuts,
Den ich durch meine Zwischenkunst veranlaßt.
Stemmler. Dank Herr, das ist zu viel.
Joh. Wilh. Behalte sie,
Du hast sie wahrlich doppelt heut verdient.
Stemmler. Lang nicht so sehr, wie dieser Schelm den Galgen.Joh. Wilh. Kommt der ihm zu, wird er ihm nicht entlaufen.