Zweiter Auftritt.
(Vorige, dann Stemmler mit Hopza, den er am Kragen der Jacke hält, Rasch und Andre.)
Stemmler (noch unsichtbar hinter der Scene.) Vorwärts, Gaudisb,hab' mich an Dir festgebissen wie ein alter Dachs (erscheint mit
Hopza und Rasch, der Beider Gewehr« trägt, dann die Schützen.)
Sonnenschein. Ja! da habt Ihr ihn.
Hemm el rath. Wahrhaftig! Leibhaftig.
Stemmler. Was sagst Da nun dazu, Wilhelm?Hemmelrath. Kein Wort sag ich. Der Verstand stehtmir still, kusch still.
Stemmle r. Siehst Du nun, daß der alte Stemmler mehrversteht als der Gauchpatron, der ihm durchzuhelfen versprochenhat! Das Strauchmachen ist ihm vergangen und jetzt gibt es eindickeres Holz für ihn. In seiner Höhle hab' ich den Fnchs er-wischt und hab' auch die Uhr unsres gnädigen Herrn, die der
Strolch gemaust hatte. (Während Stemmler die Uhr hervorzieht und Hopza eineAnstrengung sich loszureißen macht. Rasch erhebt drohend den Kolben.)
Rasch. Zappelst Du uoch einmal am Angel, so geb' ichDir Eins aufs Dach, daß Du zahm wirst.
Stemmler. Wenn die Jacke nur hält! Diese Faust hältWort wie der Stemmler selbst.
Rasch. Beim ersten Schritt, den er fortfpräng, flögenihm unsre Kugeln mitten durch den Leib.
Hopza. Seid unbesorgt. Ich geh mit, wohin Ihr wollt, binja in guter Gesellschaft.
Hemmelrath. Aber warum verlähmt ihr den Strolchnicht?
Sonnenschein. Ja verlähmen, hab' ich immer gesagt, daßihr ihn leichter fortbringt.
Rasch und die Andern. (Me zugleich.) Ja verlähmen. Ver-lähmen!
Hemmelrath. Werft ihn nieder, ich mach kurzen Proceß
an einem Fuß NUr! (zieht sein Waidmesfer.)
Hopza (den. Rasch niedergeworfen, während Stemmler fortwährend festhält.)
Nein! ich wills nicht haben! Mörder, Räuber! (zappelt mit den Beinen.)
Dritter Auftritt.
(Vorige, Joh. Wilb. und Klaus kommen.)
Joh. Wilh. Was ist das hier? Was geht hier vor? Was
seh' ich?
Ha! jener Schurke, der die Uhr mir stahl.