Druckschrift 
Johann Wilhelm : ein dramatisches Charakter- und Zeitbild ; in fünf Aufzügen
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

Klaus. Einstweilen hängt ihn in eiki^is,

lhibt die Jacke-mpor) Die leere Hülle hängt!

Ioh. Wilh. (zu Stemmler.) Leb wohl, mein Alter l

Vierter Auftritt.

(Stemmler allein, die Uhr betrachtend.)

Stemmler. Eine prachtvolle Uhr, ein schönes Angedenkenfür Kind und Kindeskind und ein hübsches Kapital, wenn dieNoth an den Kragen geht. Pfui! Ein Erbstück soll es bleiben.So oft einer der Enkel drauf sieht, soll er an den gnädigen Herrndenken. Der Hopza wußt ohne Uhr die rechte Zeit. Nun wirdder Hemmelrath wiederkommen mit dem Teufelswerk. Dochwart', ich krieg ihn wieder. (Rasch ab.)

Große Wohnstube des Scharrenbroich zu Schwiegelshohn, Wie imzweiten Aufzuge.

Erster Auftritt.

(Gretchen allein am Spinnrade, singt.)

Es war ein Knab im Niederland,

Da kam die Kund, sein Schatz sei krank,

Krank, ja krank bis in den Tod,

Drei Tag und Nacht sprach sie kein Wort.

Und als der Knab die Kunde kriegt —

Zweiter Auftritt.

(Vorige und Frau Scharrenbroich mit Caspar, die, den Gesang unterbrechend, eintreten)

Frau Sch. Ei hört, Herr Caspar, mein Gretchen ist somunter wie eine Wachtel.

Caspar. Guten Morgen, Jungfer Gretchen.

Gretchen. Morgen. (Beiseite? Uebermorgen käm der auchnoch zu früh.

Frau Sch. Nun setzt Euch, Herr Caspar! Sei mir hübschartig, Gretchen, freundlich, mein Kind; ich hab' in der Küch' zuthun. Laßt Euch die Zeit nicht lang werden. (Ab.)

Dritter Auftritt.

(Caspar und Gretchen, die ohne auszuschauen spinnt.)

Caspar (rückt hin und her aus dem Stuhle mit Verlegenheitthusten.)

Hm! hm!

Gretchen (nachäffend.) Hm! hm!