Thomasius gefolgt, der Tausende
Dem Folterschmerz und Flammentod entriß.
Deycks. Wohl ehrt den Fürsten eine solche Sprache,Jedoch das Reich, die ganze ChristenheitTrifft diese Ehrenschuld au Doctor Weyer:Es handelt hier sich nur um Düsseldorf.
Klaus. Als ich ihm Aehnliches gesagt, da sprach er:„Kein andres Denkmal wünsch' ich mir gebaut,Als in dem Herzen meiner Unterthanen.
Nach Erz und Marmor streb' ich wahrlich nicht,Doch Liebeszeichen nehm' ich liebend auf."
Deycks. Das ist genug.
Crupello. Ja, mehr bedarf es nicht,
Daß wir den Plan getrost entwerfen können.Die Zeichnung leg' ich Euch schon Morgen vor.
Deycks. Für dessen Bild, der so der'BürgerschaftIns Herz gewachsen, hat sie Alles übrig.
Brewer. Doch desto tiefer schmerzt es oft zu sehnWie schelmische Beamte hinters LichtGeführt den guten Herrn. Ein solcher Fall,
Herr Rath, ist der, wovon ich gestern sprach.
Klaus. Ist Euer Schützling hier, so ruft ihn nur,Wir wollen sehn, wie ihm zu helfen ist.
(Crupello mit DchckS und Brewcr ab>)
Dritter Auftritt.
(Klaus allein.)
Klaus. Wo kluge Leut den Karr'n tief stecken lassen,Ruft man den Narren, ihn herauszuziehn.
Wie das beschaffen? Leicht ist dies zu fassen:Ein Jeder that was ihm ersprießlich schien.Die Klugen sorgen nur für ihre Taschen,
Ganz unbekümmert, wie's dem Andern geht.Die eine Hand muß da die andre waschen,
Wie es im allbekannten Spruche steht:
Ein Jeder sorgt für sich und Gott für Alle,Wie fromm es klingt es zeigt die Teufelskralle.Wahrheit und Redlichkeit, die Nichts einbringen,Uebt nur der Narr. Mög es ihm hier gelingen!