Joh. Wilh. Ist das Dein Druck, so kann geholfen werden,
Ich frene mich, daß es nicht schlimmer skht.
Wimar. Ach schlimm genug! Die Eltern sind dagegen,Der reiche Kaspar soll das Mädchen haben.
Drum mag ich ihr das Herz nicht schwerer machen,
Wenn sie mich sieht. Sie hat doch Leid genug!
Drum bleib' ich fern.
Joh. Wilh. Ich ehre den Entschlnß,
Wie lieb Du mir auch als Begleiter wärst.
Dem guter Engel hat Dich hergeführt.
Brautwerber will ich meinem Netter sein —
Ein leichter Gegendienst.
Wimar. Um Gotteswillen
Kein Wort von mir! O hätt' ich doch geschwiegen!
Laßt ja kein Wort verlauten. Nur VerdrußBrächt es dem Mädchen, und es ist so gut.
Es weint sich jetzt schon fast die Augen aus,
Den Stein sollt es erbarmen. Doch der VaterIst härter noch als Stein. Es will das Unglück,
Daß eine Schuld noch lastet ans dem Gnt. —
Als, der Franzos Lülsdors und Porz verbrannt,
Da hat er auch zu Schwiegelshohu geplündertUnd Vieh und Hausrath weggeraubt. Da nahmDer Vater auf zu neuem Anspann,
Dem Kaspar ist das Geld — dreihundert Gulden.
Dafür ward unser Lebensglück verkauft.
Joh. Wilh. Ist es mit Geld gethan — und wären's Tausend,Sei guten Muts, Du hörest bald von mir.
Komm laß uns geh^ii. Mich treibt ein selt'ner Gast,Der Hunger, laß uns unterwegsAuf Mittel sinnen, wie zu helfen ist.
Wimar cw Gchcn.) Ich weiß Euch Dank, doch dort kein Wort
von mir.
(Beide ab.)
Vierzehnter Auftritt.
(Hopza allein, der, während die beiden Vorigen sich entfernen, in seinem Stranchversteckeschon sichtbar geworden.)
Hopza. Was man nicht Alles erlauscht im Walde ! EineLiebesgeschichte. Das fehlte dir noch, Hopza. Pfui! der Habichtgirrt nicht wie ein Täuber. Ja wenn ich eines SchulmeistersSohn wäre und nicht der eines Wilderers, so könnt ich moralisch