mffltjfllljji^
vi
74
1321.
■ U ...
■
m
1321, nach Mai 1.
113. Markgraf Heinrich zu Hachberg und Graf Egen von Fürstenberg ratificiren den
Verkauf über die nachbenannten Güter und über den Flecken Widensol, so ihrer beideSöhne, Markgraf Rudolf, Commenthur zu Rheinfelden, und Graf Egeno, Commenthurzu Vilingen, an Frau Adelheit Gräfin zu Strasperg a ), Herrn Walters von HorburgGemahlin, hiebevor zu kaufen gegeben haben '), und verzichten auf alle Ansprüchedaran: „erstlich dess grafen brügel 2 ) von Richenberg der nidrer, vndt ziehet vf dennideren weeg, von dem gehent zwey vnd dreyssig fiertel roggen vnd gersten vnd diematten, heist die Strut, daruon gehet acht und viertzig viertel roggen vnd gerstenvnd souil cappen 3 ), vnd die matten ziehet vf den Vietbronnen, vnd liegent vorge-nannte güeter in Collmar bann; item der herren gebreite zue Widensol, heist seelguet,daruon gehet sechs fiertel roggen vncl gersten, item vom gemeinen zehenten daselbstvier vnd fünffzig fiertzel roggen vnd gersten, item von der bethe zue Widensol zwentzigfiertzel roggen, item von dinghoffe daselbst acht fiertzel fueters ze zünß vnd vierthalbpfundt Bassler wehrung, item von der herren hart, die da lit vor der kurtzen hartvier vnd dreyzehen Schilling vf Martini, item von der herren eigenthumb daselbst, soholz gewesen vnd jetz acker seindt, sieben vnd dreyssig cappen 3 ), item alle anndererecht zuo Widensol, welche herr Walter selig der herr von Richenberg daselbst hatte,an zwinge, bann, lüthen, güetern, gerichten, dinghoffen, kirchensatz mit ihren rechtenvncl auch alle die güeter vnd recht, die er, herr Walter von Richenberg, vnd frawAgnes von Hachberg sin gemahl im bemelten dorf vncl bann Widensohl verlassenhaben etc.
Datum nach dem Mayentag anno 1321.
Aus einem Repertorium der Abtei Paris von 1625, fol. 616, in Colmar niitgetheilt von Bezirks-archivar Dr. Pfannenschmid daselbst.
a) Repertor.: Strasburg.
1) Geschichte und Beschreibung' des Elsasses, Basel, 1782, S. 155, erwähnt (ohne Angabe der Quelle):Hermann von Hochberg, Heermeister des Johanniterordens durch Germanien, verkaufte den Dinghof in Widen-sol seinen Vettern Egon von Fürstenberg und Rudolf von Hochberg, bemeldten Ordens Kommenthuren, für260 Mark Silber Colmarer Gewichts. Von diesen wurde er Adelheiden von Strasberg, Walthers von HorburgGemahlin, 1321 käuflich überlassen. Grandidier, Oeuvres hist. inedites, IV, 190 erwähnt der Sache unter Be-rufung auf Chartul. membran. eccles. Argent. nr. 146. Statt „Hermann Egon de Furstemberg" ist bei Gran-didier zu berichtigen: „Egon de F."
2) Brügel elsässisch = brühl.
3) Cappen = Kapaunen.
v ' ■ SWfP j S ^^* *'WS !| W S!E i ^?^f'S