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1506.
„Hertzlieb gemalen, mir zuiffelt nyt, du habest wol wissen, in was wngnaden vnd last vnser baidersun ') gen Wirtenberg vnd ander ist. Ist min") bit an dich, du wellest kain beschuerd darab haben, sunderdas got befellen, der wirt in wn zuiffel in (sie) nyt verlassen, den ich vnd al die min es vm Wirtenberg nieverdent haben. Wirtenberg ist och wibel 2 ) an myr vnd schript bes bryef von myr; darab solt och kain er-schrecken haben, sunder ain fred, den ich es nit verdent hab vnd och mich ciain beschuerd 1 '), vnd geschyethmir vnd mim sun ietz lieber den zu ender zit, den wyr baid von gotz genaden so vermüglich lybs vnd anderssend, das wir bayd vns des wol wellen erweren; darwm ziuch ich mit dem kunig s ) da hin, der mich vndmin sun in sutz 4 ) (sie) vnd schirm genumen hat, des geliehen der Rems kunig 6 ) och; darwm, lieb husfraw,bis e ) frelich vnd befelch es got vnd byt got, das er vns al befollen hab, vnd duo das best, altz mir nit zwif-felt; das wil ich och duen. Damit war dich vnd vns al der almeehtig got. Min hant. Mittenburg in Selant,mentag nach dem Hailligentag 1500 vnd im finft jar.
Eigenhändig geschriebenes Pap. Or. mit Siegelspuren. Donaueschingen. Nach demselben auch ver-öffentlicht von Münch, Biograph.-historische Studien, II, 425 und von Frhrrn. ßoth v. Sehreckenstein, a. a.Ü. 133.
1506, Jan. 29. Falmouth. Hyllprant Fuchs, Hofmeister, an den ehrbaren Schan Battaler, Kammer-meister etc.
„Min willigen grües vnd was ich vermag, wist züuor an, lieber kamermeister, wo es üch vnd euwerhausfrowen wol gieng, sehe ich vast gern. Ich loß üch wissen vornam meer'). Als wir mit vnserem herrenkonig aüß Selandt vffs wasser kamen, nach Spanien zu reisen, do haben wir von samßtag noch der heiligendryer konig tag 8 ) guten wint gehabt, bis vf den dinstag zu nacht, da hüb sich ein sttirmwint vnd weret bisan donerstag zu nacht. Da blieb her Floris von Ysselstein 9 ) vnd min gnediger her graf Wollf mit iren schiffenam dinstag zu nacht bis vmb drey nach mitternacht by dem konig hallten, mit gewalt gegen dem wint, derward so groß, das wir den konig verlorn vnd alle schiff, vnd ward so vinster, liden grose not vffem wasservnd konden kein landt erkennen. Am mitwoch I0 ) vmb 10 hör im tag do fünden wir den hafen Fallamüe inEngellant mit grosser not, vnd fünden niemant darinn dan den von Ysselstein mit sinem schiff, vnd hettendry tag im haffen vast großen wint, das wir groß sorg hatten, vnser schiff wurd sich zerstossen am landt vnddie ancker würden nit mögen halten, vnd hatten den konig 9 tag verlorn vnd vil schiff. Darnach fand manden konig 56 meyl hindersich in einem haffen allain vnd kein ander schiff by im, vnd ist der konig erst amdonerstag zu nacht an das landt kommen, vnd ist ein tag vnd ein nacht in allen stürmwindt lenger gewesendan alle schiff, die man fänden hat, vnd hat die grasten not gelitten, vnd ist vil wassers in sin schiff kommen,vnd hat alle stunt gewart vm züuertrincken, vnd sin Majestät schiff stiß vff ein felis vnd sich gantz erwegenzu uertrincken; der konig vnd alle, die im schiff, pichten, vnd diekonigin n ) im im nachen zu fuessen gefallenvnd sich ergeben hat williglich mit im zu sterben, vnd sich der konig gar manlich hat gehalten in siner not,vnd do sich sin Majestät hatt verwegen züuertrincken, hat sin Majestät offenlich gesprochen, sin sei gott be-uolen, darnach gesagt: nun räuwen mich mein deine kind vnd meine landt, die werden nach minem todt ingrose not kommen, vnd darnach räwet mich mein fromme ritterschafft, die ich mit mir verfüeret hab, hat in
a) Or.: bin.
b) Or. wiederholt nach beschuerd die Worte: sunder ain fred.
1) Graf Wilhelm. Vergl. darüber oben Nr. 402. 408. 2) üebel. 3) König Philipp von Ca-
stilien; vergl. oben Nr. 398. von 1505, Sept. 17. 4) Schutz. 5) Der römische König Maximilian.
6) Sei. 7) Vornehme Mähre, Nachrichten vom Hofe. 8) Jan. 10. 9) Floris von Egmont, Graf
von Büren und Leerdam, Herr von Isselstein, der Admiral des Geschwaders. Vergl. ßoth v. Schreckenstein a. a. O.10) Jan. 21. 11) Johanna.