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1505.
dulden. Er hofft desshalb, der Herzog werde ihn an seinen Gütern und Leuten un-angetastet lassen.
Datum zu Mittlburg an montag nach Luoie anno quinto x ) 2 ).
Das Siegel fehlt.Pap. Or. Stuttgart. B.
1) Der Brief wurde frittag nach st. Agthen tag, anno 1506 (Febr. 6.) von Gräfin Elisabeth zu Fui-sten-berg, der er von ihrem Gemahle zugesandt wurde, durch den Vogt in Bare, ihren lieben getreuen Jörgen vonBeekenbach, an den Herzog mit folgendem Schreiben geschickt: Elisabecht (sie) Gräfin zu Furstenberg, gebornevon Solmß an Herzog Ulrich etc. Ihr lieber Herr und Gemahl, Graf Wolfgang zu Furstenberg, der mit ihremgnädigsten Herrn, dem Könige von Castylien über Meer gefahren, hat ihr Briefe an den Herzog geschickt,deren Inhalt sie nicht kennt, und die") sie durch ihren Diener, den Vogt in Bare und lieben getreuen Jörgenvon Reckenbach, ihm zusendet. Demselben hat sie auch befohlen, mit dem Herzoge „etwas witter zu reden";er möge also ihr Anliegen von dem Vogte gnädig vernehmen, sie, ihre Kinder und armen Leute in Abwesen-heit ihres Gemahls in gnädigem Befehl und Schirm halten. Man schreibe und sage von ihrem Gemahle, wasman wolle, sie weiß doch, dass er sein Leib, Leben, Ehre und Gut zum Herzoge vor andern stellte, wie dannseine Voreltern von Fürstenberg jeweils gegen des Herzogs Voreltern gethan haben. Das Siegel fehlt. Pap. Or.Stuttgart. B. — Vergl. auch oben Nr. 402.
2) Hieher gehört folgende „Instrueion gon Stütgarten."
„Zum ersten mim gnädigen hern hertzog Vlrichen von miner gnädigen fröwen b ) wegen zu sagen irgehorsam! mit demüttiger erbiettung alles irs Vermögens vnd das sy sinen fürstlichen gnaden sich selbs, irekinder, armlut vnd verwandten in gnedigen schütz vnd schirm vndertäniklich tüg bevelhen in abwesens irsherrn vnd gemahels; das werdi er vmb sin fürstlich gnaden zu siner widerkunft gar vndertäniklich verdiennen.Wann das er sin dienstpflicht abgeschriben c ), sig vß kainer argen maynung wider sin gnad nit beschehen, allaindurch schriftlich bewegüng siner fürstlichen gnaden, die inn so hoch ersucht hat, sich sins süns nit zu beladen,hab er nit dulden mögen inn siner verpflicht dennaß anzuziehen, vnd daby gesagt: ich will fürter mym gne-digen hern hertzog Vlrichen diennen, wie mine eitern gethon, die habend alweg one verpflicht der herschafftWirtenberg zu hoff vnd dienst geritten, als gutwillig nachburn, das will ich siner fürstlichen gnaden ouchthün vnd bevilch vch amptlüten darvff gegen allen siner fürstlichen gnaden verwandten in allen Sachen vch zuhalten, als ob ich siner fürstlichen gnaden dienner were —■ das sige sin entlicher abschaid gewesen — vndvor allen dingen der aynung, darinn er siner fürstlichen gnaden verwandt sige, zu leben.
Zum andern so hab sin fürstlich gnaden davor vß gnaden Ecken von Bischach d ) vnd anderer halbengegen sin amptlüten vnd dienern schriftlich bevelchbrieff außgeen lassen: wer min hern graff Wolfgangenoder die sinen beschedige, zu recht die vfzühalten vnd zu thünd, als were es siner fürstlich gnaden aigensach.Da lange jetzt min frowen von Furstenberg vnd ir amptlüt an, wie söllichs an etlichen orten von siner fürst-lichen gnaden wegen wider abgestelt sin soll, das iren gnaden vnd den iren in abwesen irs hern ain grossebeswerde sige, vnd bittend mit aller vndertänikeit sin fürstlichen gnaden, ersten bevelch deßhalb wider vßgonzu lassen in ansehung, was ir herr vnd gemahel mit Ecken gehandelt, das er es von siner fürstlichen gnadenwegen in dero krieg dienst vnd sinen gnaden zu güttem gethan habe, vnd vmb alles, das er sprüch zu iremherrn hab, möge er vor königlicher Majestät, auch siner fürstlichen gnaden das recht wöl liden, nemmen vndgeben. Deßhalb sy aber sin fürstlichen gnaden bitt, sy vnd die iren zum rechten gnedigklich zu schirmenvnd sy in abwesen irs herrn vnd gemahels nit zu uerlassen.
Zum dritten so lang min frowen an, wie allerhandt vnnützer rede vnderm gemainen man swebe in
Ei