Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
366
Einzelbild herunterladen
 

366

1505.

Hl

:..' Ito^^H

HH|ni

nutzikait angesehen". Er beschwert sich über des Herzogs Ungnade, denn er hat in dieser, wie in andernSachen nie anders gegen ihn gehandelt, dann wie es einem frommen Grafen gebührt. Er hat auch stetsLeib und Gut und all sein Vermögen zu ihm und den seinen gesetzt und ist nie still gestanden, er hat fernerin diesem Handel wegen Blümmündt gegen den Herzoggar vil minder gethon", dann er von königlicher Ma-jestät seines Amts halber schuldig gewesen wäre, zudem hat der Herzog keine Gerechtigkeit dazu, sondern derErau von Vay Töchter sind die rechten Erben sammt seinem Sohne (Wilhelm) und Grafen Felixen (von Werden-berg); er hätte dieselben, da sie in königlicher Majestät Schutz, Schirm und Dienst stehen,billich vff recht-lich lütterung wider in gesetzt"; hat aber dieß trotzdem nicht gethan, sondern vorher auf des HerzogsAntwort warten wollen. Da derselbe nun in dieser Antwort ihn etwas parteiisch achten will, so hat er denHandel königlicher Majestät Statthalter und Eäthen zugeschickt, welche zweifelsohne fürter nach ihrer Schul-digkeit darin handeln und ihm, dem Herzoge, gebührliche Antwort geben werden. Glaubt der Herzog wirk-lich, er, Graf Wolfgang, habe gegen ihn unbillig gehandelt, so erbietet er sich zu Eecht vor königlicher Ma-jestät, seinem allergnädigsten Herrn, oder laut der Einung des Bunds, dessen Glieder sie beide sind,darvmbon not ist, gegenhandlung wider (ihn) fürzünemen". Da seine getreuen Dienste mit Darstreckung seines Leibsund Guts bei königlicher Majestät und sonst, die der Herzog, dessen ßäthe und Landschaft kennen, gegenden Herzognit ruer erschiessen mögen", so ist es ihm nicht mehr gelegen, demselben mit Diensten undPflichten verwandt zu sein; deßhalb schreibt er ihm laut seiner Bestallung hiemit Pflicht und Dienst auf undbittet ihm dieß nicht übel zu nehmen. Graf Vellix wird, wie er nicht zweifelt, dem Herzoge mit gebührlicherAntwort begegnen, wenn derselbe ihn darum ersucht. Sein Sohn, Graf Wilhelm von Eurstenberg, der dievon Blanckenberg, Graf Vellixen Frauen Schwester, zur Ehe hat, welche eine Erbfrau von Blümundt undandern Herrschaften und seinem gnädigsten Herrn, König Philipsen von Castillen unterwürfig und in dessenSchirm ist, hatalda" sein eigen Gut und Verwaltung und wird sich gegen den Herzog und andere auchhalten, wie ihm gebührt. Datum dunrstag nach Symon vnd Judi apost. zu Straßburg geben, anno etc. 1505 1 ).Aufs neue erbietet Graf Wolfgang sich zu Recht vor königlicher Majestät, König Philips von Castel,oder dem schwäbischen Bunde in dieser Sache und behauptet wieder, stets gegen den Herzog, wie einemfrommen Grafen gebühre, sich benommen zu haben. Datum zu Mittlburg in Seelannt an mentag nach demhl. Weyhennachttag anno quinto (Dez. 29.) Pap. Or. Das Siegel rückwärts aufgedrückt.

Pap. Cop. Stuttgart. B.

1) Die Antwort Ulrichs s. bei Hayd, Herzog Ulrich, II, 109. Vergl. über den Handel auch v. Stalin, Wir-tembergische Geschichte, IV, 71 flgd.

1505, Okt. 24.

i

403. Henßly Frytzen von Asßa empfängt von Grafen Wolfgang zu Fürstenberg,

Landgrafen in Bare, ein Capital von 20 & Heller, Fürstenberger Währung, gegen 1 &Heller jährlich auf St. Gallentag fälligen Zins und gibt zu Unterpfand sein Haus undHof zu Asßa gelegen.

Geben vff frytag vor Simonis und Jude 1505.

Das Siegel des edlen und festen Junkers Hainrichen vom Buch, Vogtes zu Thönöweschingen, fehlt.

Perg. Or. Donaueschingen.