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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
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V.

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1306.

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1506, April 19. (suntag Quasimodogeniti). Eck von Reuscliach an den festen Märten von Blumneck,Vogt zu Haßlach, seinen besondern guten Freund. Hat sich geschickt, auf den ihm angesetzten Tag am10. November zu erseheinen und ist mit seinen Herren und Freunden der königlichen Majestät bis gen Nord-lingen nachgefolgt, hat aber dort erfahren, dass dieselbe auf Osterreich zuziehe und er sie nicht einholenkönne. „Zu dem so ist es die warheit, das eben zu zeit derselbigen tagsatzung Graf Wolf von Furstenburgk(sie) solcher verher vnd handlung den ruck gekert hat." Es ist ihm nicht möglich gewesen weiter nachzu-folgen und seine Herren und Freunde, die er bei sich gehabt, 'zu bewegen nach Osterreich zu ziehen. Wärekönigliche Majestät „inlands" gewesen, so hätte er sich zur Verhandlung gestellt; „so aber ir Majestät nitinlands, sunder mit merglichen grossen des hl. reichs vnd andern anligenden geschefften beladen vnd verhin-dert ist", so kann er diesem Handel nicht länger Geduld geben, schreibt daher an Grafen Wolfgang, wie dieinliegende Copie a ) besagt. Pap. Or. mit Spuren eines aufgedrückten grünen Siegels.

a) S. lit. u.

1506, April 19. (suntag Quasimodogeniti). Eck von Reuschach an den Grafen Wolfgang. Nachdemer mit schwerem Schaden und Kosten viel hin- und hergeritten, der Graf dagegen der Tagsatzung den Rückengekehrt und nach Brabant geritten, ziemt ihm nicht noch länger stillzustehen; er fordert daher abermals, dassihm der Graf Ersatz der zugefügten Schmähung, Verletzung seines Leibes und seiner Glieder, auch der Kostenund des Schadens leiste, oder dass er Recht nehme vor seinem gnädigen Herrn, Herzog Virich zu Wirtenbergoder seiner Gnaden Hofmeister, Marschalk und edlen Räthen. Pap. Or. mit grünen Siegelspuren.

1506, April 23. (dinstag nach Quasimodogeniti, Heidelberg). Philips Pfalzgraf bei Rein etc. anMartin von Blumeneck. Auf das vorgehaltene Schreiben antwortete Eck von Rischach, „als auch die warheitt,er sy vor langer zeit nit mer vnser diner vnd im durch graue Wolfen onbillich beswerd der zeit, da graueWolf vnsers oheims hertzog Virichs von Wurtenberg diner gewest, zugefügt, vor den hab er sich zw recht er-botten. Wo nun graue Wolf im da gericht werd, so neme die sach ir gebürlich end; werd aber das abge-schlagen, so dünck er sich aber der gebüre zuhalten." Unter diesen Umständen werde er Ecken nicht weiternöthigen, ihm aber auch keine ungebührliche Handlung gestatten und sich halten, wie einem gehorsamen Kur-fürsten zusteht. Pap. Or. mit rothen Siegelspuren.

1506, April 30. (Mayabent). Elisabeth Gräfin zu Fürstenberg, geborene von Solmß etc. an den festenEcken von Ryschach. Hat den Brief desselben an ihren Gemahl, den ihr ihr alter Vogt im Küntzigenthal,Martin von Blumneck, überbracht, „vff stunt" mit einem eigenen gewissen Boten unaufgebrochen ihrem liebenHerrn und Gemahl nach Hispanien oder, wo er ist, zugeschickt. Eck thue ihrem Gemahl ganz Unrecht, wenner ihn beschuldige, der Tagsatzung den Rücken gekehrt zu haben; „dann er hatt vff ernschlich eyd pflichtighandlung sich zu vnserm gnedigisten hern künig Philipsen von Castilien vnd Granaten als ermanter fügenmüssen vnd aber nicht desterminder als gehorsamer R. königlicher Majestät tagsatzung sinen volmechtigen an-waldt gegen diner vermeinten clag, den wolgelerten mayster Jheronymuß Brunner von Thann abgefertiget".Derselbe hat desshalb drei Monate am Hofe still gelegen; „aber du hast der sach den rucken kert vnd bistnit kommen noch nyeman von dinen wegen." Pap. Copie von der Hand des Andres Kötz, der daneben be-merkte: „Darvff hat er miner gnedigen frowen antwurt gehen, er wöll nichts wan gütz mit ir zu thund habenvnd wie er irm herrn vor geschriben hab, daby lasß er es pliben."

1506, Juni 29. (datum zu Penefennt in Spany an mentag den 29. tag Juny). Wolfgang Graf.zuFürstenberg an Eckh Reyschacher. Der Inhalt seines Schreibens hat ihn sehr befremdet. Von Allerheiligenbis auf Ostern hat er seine vollmächtige Botschaft mit schweren Kosten am königlichen Hofe gehabt und daEck die Tagsatzung vor königlicher Majestät nicht gesucht, ziemt dem Grafen nicht, nach Ecks Vorschlag das

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