Druckschrift 
4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

y IM

msmzmm

320

1502.

1502, Juli 26.

335. Graf Wolfgang zu Fürstenberg, königlicher Majestät Hofmarschalk, oberster

Hauptmann und Landvogt im Elsaß, schreibt an Praelaten, Grafen, Freiherren, Ritter,Knechte, Städte und Landschaften seiner Verwesimg: er sei glaublich berichtet, dassim Lande Baiern, etlichen Enden in Schwaben, in der Eidgenossenschaft und demanstoßenden Welschlande dieses Jahr die Kornfrüchte nicht zum besten gerathenseien (wegen Hagels); daher werde die Ausfuhr des Korns außerhalb der freien Märkteseiner Verwesung bei einer Strafe von 10 ^6 verboten. Auch wird jedem Unterthanbei Verlust von Leib und Gut verboten, außer Landes in den Krieg zu ziehen.Geben Zinstag nächst nach st. Jacobs tag apostoli 1502 ') 2 ).

Nach einer gleichzeitigen Copie in Karlsruhe mitgetheilt von Freiherrn Dr. Eoth v. Schreckenstein.

1) 1502, Aug. 23. (dienstag Bartholomäus abend) ersuchen Statthalter des Bürgermeisterthums undKath der Stadt Basel den edlen, strengen, hochgelehrten, frommen, festen Herrn, Wolfgang Grafen zu Fürsten-berg, Landgrafen in der Bar, königlicher Majestät Hofmarschall, Landvogt und obersten Hauptmann in Elsaß,das Ausfuhrverbot für Korn aufzuheben. Nach dem Concept im Staatsarchiv Basel mitgetheilt von Dr. v. Lie-benau.

2) 1502, Aug. 30. (zinstag nach Augustini) ertheilen auf das Schreiben der Baseler königlicher Maje-stät Statthalter, Hof kanzler und Räthe zu Ensisheim versammelt, eine begütigende Antwort. Nach einer gleich-zeitigen Copie in Karlsruhe mitgetheilt von Freiherm Dr. Eoth v. Schreekenstein.

1502, Aug. 11.

336. Sigmund Freiherr zu Valckenstein bekennt, dass ihm sein Oheim, Wolfgang

Graf zu Fürstenberg, kaiserlicher Hofmarschalk, oberster Hauptmann und Landvogtin Elsass, auf seine Bitte vergönnt hat, in seinem Bach und Fischwasser zu Hoff-stätten mitsammt den einfließenden Wässerlein, Salmenspach, Mulers, Breittebnetenbis an derer von Haßlach Ahnend zu fischen, und dass er dieß aus keiner andernGerechtigkeit und nur, so lange der Graf es ihm gönne, üben wolle ').

Geben vff donstag nach st. Lorentzen tag deß hl. martererß 1502.

Das Siegel des Ausstellers fehlt.Perg. Or. Donaueschingen.

1) Nach einer gleichzeitigen Aufzeichnung ist dieser Brief „vom frümesser zu Haßlach" geschriebenund sollte an Martin von Blümnegk, Vogt des Grafen Wolfgang von Fürstenberg zu Haßlach, ausgeantwortet■werden. Da Sigmund von Valckenstein dieß nicht that, vielmehr den Vogt verhöhnte, erneuerten sich die Streitig-keiten über die Fischenz bei der Heidburg. Vergl. oben Bd. III. Nr. 618 von 1475—76. Daran schlössen sich