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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1502.

c. 1492, Dez. 1. (samstag nach Andree) Wolfach. Lorenez Kraczer, Schulthais zu Wolfach, an den Jun-ker von Schowenburg: er habe dessen Schreiben von Stund an dein Grafen zugeschickt. Pap. Copie.

d. 1492, Dez. 3. (mendtag nescht vor st. Barblen tag). „Ich Johannes Quatterloch, vogt zu. Homberg,tun üch, amptlüten, schulthaisen, bürgermaister, rätt vnd gemaind zu Wolfach zu wisen", — dass er aufnächsten Mittwoch nach st. Barblen Tag zu rechter Tageszeit ihnen einen Tag im Kurnbacb setze,'woXsie sichauf seines gnädigen Herrn Klage zu verantworten haben. Spuren des grünen Siegels des Ausstellers.^ Pap. Or.

e. 1492, Dez. 5. (mitwoch nach st. Barbelen tag) „Amptlütt, schulthais, richter vnd ander zu Wolfachden ehrsamen Johansen Quatterloch, vogt zu Hornberg, vogt vnd gericht zu Kümbach, vnsern lieben vnd glit-ten fründen." Ihr Graf sei nach Vlm auf den Tag; das Anbringen Quatterlochs befremde sie, da sie nur aufBefehl ihrer Obrigkeit gehandelt; er möge die Antwort des Grafen abwarten. Pap. Or. und Copie.

f. 1492, Dez. 10. (mendag vor st. Lucyen tag). Graf Wolfgang zu Fürstenberg an den festen Fride-rich von Schowenburg etc., Obervogt vor Wald, seinen besonder lieben und guten Freund. In Vlm abwesend,habe er sein Schreiben erst nächsten Samstag erhalten. Es befremde ihn hart, dass Johannes nach seinemletzten Schreiben an die Wolfacher nicht still gestanden. Johannes habe ihn, Schowenburg, unrecht berichtet.„Dann die gestalt hat es, daz die beid höf, da der todschlag beschehen, ob vor anderthalbhundert jaren inminer oberkait vnd nie gon Hornberg gehört, darzu mit aller aigenschaft grunds vnd bodens von minem vettersäligen vnd den sinen in hoher vnd niderer oberkait rüwigklich on all irrung in vnd herbracht. Zu dem sohat der wund den artzet zu Wolfach gesucht vnd ist da mit tod abgangen. Do haben sine fründ on min oderminer amptlüt bevelch den tätter vft dem minen betretten vnd in das gericht gon Wolfach bracht, gerichtvnd recht angerüfft, das ich dann als ain gratf des hl. richs, wie ich schuldig bin inen, diewyl der tod vndlebendig zu sammen kommen waren, ergon vnd, was vrtail vnd recht geben, bescheen lassen." Johannes wolleihm ohne Ursache einen Span und einen ungnädigen Herrn machen; er habe sich aber keineswegs unterstan-den seinem gnädigen Herrn Abbruch zu thun. Bittet ihn, zu ihm nach Wolfach zu kommen. Pap. Or. undConcept.

g- 1492, Dez. 19. (mitwoclien vor Winnaehten). Derselbe berichtet an (Grafen Eberhart von Wirtenberg)

über den Handel ähnlich wie oben. Die That sei beschehen auf zweien Höfen, ob Wolfach gelegen, genanntdie Grub. Concept.

h. 1492, Dez. 22. (samßtag nach Thome apostoli anno etc. 92.) Graf Eberhart zu Wirtemberg vnd zu

Mümpelgart etc. der elter dem wohlgeborenen seinem lieben Oheim Wolfgang Grafen zu Fürstemberg undLandgrafen in Bare. Aus dem Berichte seines Obervogtes von Schowemburg finde er, dass der Handel andersgestalt sei, als des Grafen Schreiben anzeige. Auf des Grafen Verlangen nach Ansetzung eines Tages be-stimme er fritag zünacht nach Circumcisionis (1493, Jan. 4.) gen Stütgart, wohin er auch Friderich von Scho-wemburg und seinen Vogt von Hornberg beschieden habe und wo die Parteien gründlich gegen einander ver-hört werden sollen. Pap. Or. mit aufgedrücktem rothen Siegel (unkenntlich).

i. 1493, Jan. 7. (montag nach der hl. dreyer Könnig tag) Stuttgart. Des hochgeborenen Eberharts,

Grafen zu Wirtemberg und zu Mümpelgart etc. des altern, Hofmeister und Räthe: Hug, Graf zu Werdembergund zum Hailigenberg, Landhofmeister, Ludwig Vergenhanß, beider Rechten Doctor, Propst zu Stutgartenund Canzler, Hennan von Sachsenheim zu Grosensachsenhain, Ritter, Johannes Rechlin, Doctor der Rechten,Ber von Hurnhein, Hausvogt, und Johannes Keller, alter Landschreiber, thädigen zwischen ihrem gnädigenHerrn von Wirtemberg und dem wohlgeborenen, ihrem lieben Oheim und gnädigen Herrn, Herrn Wolfgangen,Grafen zu Fürstemberg etc. von des Todtschlags wegen, den Jerig Oberfell"), der Maier zu den Höfen vif derGrub, an Ludwig Dietherichen sei., auch vff der Grub gesessen, begangen, worüber zu Wolfach in ihres Oheimsund gnädigen Herrn von Fürstemberg Gericht erkannt worden ist: „deß todschlahers lib des erschlagen fründenvnd sin gut graue Wolfgangen", was ihr gnädiger Herr von Wirtemberg unbillig fand, da die hohen Gerichte

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