£9&ara£ägM
&w
8|
PpSä
*?v»
IHM
5f^$
V
Hl
fe^fis
£%H
H1
■ ■
Kg
218
1498.
2455, Nov. 11.
244. Bestallung des Fürstenbergischen Forstmeisters im Kinzigthal.
Vorstmaisters Bestallung. Item Michel Marstaller ist bestelt zu ainem vorst-maister in der herschafft des Kintzigentals vff Martini im 98. jar, zu uersehen, wazaim vorstmaister gebürt, truwlich tag vnd nacht nach inhalt siner verpflicht, vnd solalso dienen vnd warten von huß vß in sinem costen, so witt sin vorst gat; brachtman inn aber sust, daz sull vff vnsers gnedigen hern costen ston. Vnd vmb sollichsgit im myn gnediger herr jars zu sold vff daz pferd 20 fuder habern vnd 1 fuderhew, vff sin person 6 fl.. 6 fuder körn vnd ain claid jars. Witter waz wilbret vonwolfen erjagt oder gefunden, daz von minß hern gejagt nit herjägt ist, sollen im diehüt zügehoren; item daz Va schmaltz von beren; item vom allem gefüll a ) sin tail geltlut mins gnedigen herrn Ordnung, wie die vßgangen ist vnd yma b ) V«. Item vnd ober oder sine kriecht jeman im vorst viengen oder sust mißbrüch erfunden zu straffen,so soll im vom hirß zügehurn 2 fl., vom tier 1 fl. vnd darzü sust all vorststraffen,die 2 fl. vnd minder tragen. Was aber hoher vnd darvber gestrafft wirt, daz sollvnserm gnedigen hern söllich vberstraff zügehoren on all geverde etc. Vnd ob erpferd abryt in mins gnedigen hern diensten, soll im ziemlicher schaden abgelegtwerden.
Gleichzeitiger Eintrag von der Hand des Schreibers Andres Kötz im Kinzigthaler Lagerbuch v. 1493,p. 267 '). Donaueschingen.
1) Von derselben Hand reiht sich in diesem Lagerbuche, p. 269, 270 folgende Aufzeichnung an:
Des Jagens halben. Michel Marstaller ist oueh bestelt die orter zu bejagen vnd an andern enden, daes not ist, mit acht oder nun hünden, die er in sim costen enthalten soll, mitsampt aim knaben; vnd hat an-gefangen vff Pfingsten im 1500 jar. Davon soll im zu vffenthalt der hünd jerlichs geben werden 30 fuderhabern vnd 10 fuder körn vnd im alle jagerrecht von hütten, helsen vnd anderm, wie die Jäger daz biß vffden tag genommen haben, zügehoren. Ob er witter hünd oder gezüg im abgieng, daz wider zu ersetzen vndzu bessern. Das wilbret soll er antwtirten an die ort im Kintzigental, da er des von vnserm gnedigen hernbeschaiden wirt. — Darvff ist im an gezüg vom schriber, schulthaisen zu Wolfach, vnd Thornän Jägern vffge-zelt vf obgernelten tag: item 6 wildgarn, 190 wildsayl, item 4 rechgarn vnd 138 rechsail, item eüich swinsailzu Haßlach vnd alte sail, item 300 sail von Offenbürg, dryerlay sail. Item alß Erhart vnd Pauli Schaber vomjagen gelassen, hondt sy Micheln alß vorstmaister vffgezelt an wildtsailn 421, an swinsailn 100, an rechsailn334, und 4 böse rechgarn.
Von einer andern gleichzeitigen Hand folgt sodann p. 271—275 folgende Jagdordnung aus demersten Decennium des 16. Jahrhunderts:
Vnsev gnadiger herre graff Wolfgang zu Fürstenberg will menicklichem in seiner herrschafft vnd ge-bieten gesessen vff ein widerrieffen das weidwerck zu gebrachen vnd zu hetzen, wie hernacher volgt, in sinemwillen verwillgen vnd vergünsten, damit das schädlich wild gedempt werde. Item die beren mag man vahen,
^^^_