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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1496.

1496, Okt. 19.

203. Albrecht Bischof zu Straßpurg, Pfalzgraf bei Eine, Herzog in Beyern und Land-

graf in Elsass, schlichtet die Irrungen zwischen Grafen Wolfgang zu Furstenperg undSchuldheiß, Rath und ganzer Gemeinde zu Haselach, nachdem er die Parteienan-fangs gutlicher vnd so die gutte nit stattung betroffen, rechtlicher handlung" vorsich und seine Räthe vertagt. 1. Die von Haselach sollen das zu den zwei Mühlendes Grafen bei Haselach nöthige Bau- und andere Holz aus ihren Waldungen hauenlassen. 2. Sie sollen in diese Mühlen gebannt sein. 3. Straßpurger und BaselerMünze sollen in ihrem Werth, wie bisher, genommen werden. 4.Das die appellacionvnd berufungen von vrteylen, zu Haselach gesprochen, ordelich an graue Wolfgangen,sin erben vnd nachkomen, vnd obe von den selben oder iren vrteylen wyter appella-cion vnd berufungen not wurde, dannenthin an die oberhandt geen sollent; vnd vffdas die von Haselach irer gegebnen vrteylen wie bißhar in appellacionibus nit be-dürfen müntlich furtragen, mugen sy dieselben ire vrteylen in geschrift fassen vndvbergeben lossen" *). 5.Das ein yede person, frouwen vnd man, doch diebe, mördere,mörtliche totslegere, notzogere, straßröwbere, verrätere, ketzere, kirchenbrechere, per-sonen iren herschafften wyder pflicht missehandlen oder meyneydig werden oder anderepinlichen hendel begangen haben oder werden begon, vßgescheyden vnd nit gefriet,aber sust vmb alle hendel vnd bürgerlich sachen, hohenstroffen vnd pinlicheytten nitvff inen tragende, die selben getättere in eins yeden zwulfers hüse zu Haselach fry-heyt suchende, sollent dorinne fryheit vinden vnd haben; vnd obe ein schultheys zuHaselach solliche personen in der freyheyt verhüten lossen wurde, des sollent ime diebürgere zu Haselach gemeynlich, vßgenomen der zwulfer, by des behusung die Ver-hütung ye zu zyten beschicht, dem schultheyssen zu verhelfen schuldig sin; vnd soein zwulfer zu Haselach inne oder vsserhalben der statt offne würtschaft haltet oderhalten wirdet, in des oder der selben behüsungen obgerurte fryheyt nit soll stathaben." 6. Fürstenberg soll im Rath die Umfrage halten ausser in Sachen, die Für-stenberg selbst betreffen. 7. Der Vertrag von 1464, Okt. 1. zwischen der Stadt undden Thälern Mulbach und Hagspach '), (der in Transsumpt mitgetheilt wird) soll inKraft bleiben. 8.Das ein yeder schultheyss in den händlen, den nyderen gericht-zwang, als spil, ebroch vnd andere vnzücht berürende, die nit hohe besserung vff inentragen, mit rat der rate daselbs verbietten vnd in verbotten handien, aber alle anderepinlichen sachen vnd händel, hohenstroffen vnd besserungen betreffende, soll vnd magein schultheyss in namen der herschaft vnd one rat der rate, für sich selbs, ye nach

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