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4 (1879) Quellen zur Geschichte der Grafen von Fürstenberg 1480-1509
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1493.

riehen als dem eltisten von sein selbs vnd des vorgemelten graf Wolfganng seinsbrüders wegen, die obberurten grafschafften Fürstenberg vnd alle vnd yeglich stückhvnd gütter, so weilend die genanten von Hohenkling von vns vnd dem heiligen reichezulehen gehapt, mit allen vnd ir yedem weittin, herlicheitn, hohen vnd nidern ge-richten, landtgerichten, gerichtzzwengen, mannschafften, eigenschefften, lehenschafften,freyheitten, jarmerekten, wochenmerekten, zollen, gleitten, wildpennen, rennten, zynn-sen, nützen, gülten, gutern vnd zugehörungen, wie die weilend ire vorfordern, vndder obbestympt graf Heinrich, ir vetter, von vns vnd dem heiligen reiche zulehen inn-gehapt, besessen vnd herbracht haben, vnd von denselben erblichen auf sy komenseyn, zulehen gnedigklich verlyhen, leyhen irae die auch von Römischer keiserlichermacht wissenntlich in crafft diß briefs, was wir ine von billicheit vnd rechts wegendaran zuverleyhen haben, die nu furbaßhin von vns vnd dem heiligen reiche in lehenß-weise innzuhaben, nützen, nyessen vnd zugebrauchen, von allermenigklich vnuerhin-dert, doch vns vnd dem reiche an vnsern vnd sunst menigklich an seinen rechtenvnuergriffenlich vnd vnschedlich. Der obgenant graf Heinrich von Fürstenberg hatvns auch darauf als der eltist von sein vnd des genannten seins brüders wegen, ge-wöndlich glübd vnd eyde getan, vns vnd dem reiche getrew, gehorsam vnd gewertigzuseien, zudienen vnd zütünd, als sich von solicher lehen gebürt, vngeuerlich. Vndgebieten darauf allen vnd yeglichen der vorgemelten grafschafft Fürstemberg lehen-mannen, vnderthanen vnd getrewen, das sy den obgemelten graf Heinrichen von sein,vnd graf Wolfganngen seins brüders wegen als irem rechten herrn gewöndlich huldi-gung, eyde vnd gehorsam tun, als sich gebürt, auch allen vnd yeglichen fürsten, geist-lichen vnd weltlichen prelaten etc. von Römischer keiserlicher macht, ernstlich vndwellen, das sy dieselben grafen zu Fürstemberg an den obbestympten vnser lehen-schafft nit irren noch verhindern, sünder sy der, als obsteet, gerüblich gebrauchenvnd geniessen lassen, vnd von vnser vnd des heiligen reichs wegen dabey handthaben,schützen vnd schirmen vnd hiewider nit tön noch yemands zütünd gestatten in dhinweise, als lieb einem yeglichen sey, vnser vnd des reichs vngnad vnd dartzü (sie) zu-uermeyden; daran tun sy vnser ernstlich meynung.

Mit vrkund diß briefs, besigelt mit vnserm keiserlichen anhangendem innsigel,datum Lynntz, am dreyundzweintzigisten tag des maneds July 1493.

Aus dem Beichsregistratur-Bucb, Band W, fol. 75, mitgetheilt von Wien.

1) Kaiser Friedrich starb am 19. August dieses Jahres; bei seinem Begräbnisse in Wien führte beider das Reich vertretenden Abtheilung Graf Heinrich von Fürstenberg das Pferd nach. Schiffers Colleetaneenv. 1668, VII, 510. München, Hof- und Staatsbibliothek.