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1489—1490.
genannt Schuldheiß, Ritter, von Marquart von Künsegk von Aulendorf, Ritter, vom Statthalter zu Tettnang, vonCunrat von Schellenberg, Ritter, und Hans Dieterich von Blumnegk. Originale, Copien und Concepte. Donau-eschingen.
1490, Jan. 21. Innsbruck. Sigmund, von Gottes Gnaden Erzherzog zu Oslerrich etc., schreibt denedlen Oheimen, seinen besonders lieben und getreuen, Hauptmann, Rätken und anderen Mitgesellen st. JörgenGesellschaft in Swaben des Theils im Hegow und am Podense. Schon ehe ihm ihr Schreiben betreffs der vonPrulingen und Grafen Heinrichs von Purstenberg zugekommen, habe er Hanns Jacob von Bödmen, seinemHauptmann des Bunds, geschrieben, allen Fleiß anzukehren, dass die Sachen bei dem Abschied bleiben; wonicht, den von Prulingen zu sagen, sie mögen sich Rechtens vor Grafen Eytelfritzen von Zolr, seinem Haupt-mann in seiner Herrschaft Hohemberg, benügen lassen; ihm gebühre auch nicht, wenn sie ziemliche Vermitt-lung oder Recht nicht annehmen, sie wider Grafen Heinrichen zu enthalten oder fördern. Geben zu Inns-prugg an st. Agnesen tag anno etc. 90.
Spuren des zum Verschlusse aufgedrückten rothen Siegels. Pap. Or. Donaueschingen.
1490, Febr. 12. Linz. Kaiser Friderich schreibt den Grafen Heinrich dem altern, Wolfgang undHeinrich dem Jüngern zu Fürsteinberg: „Vns langt an, wie ir die stat Preunling, so ir von vns vnd vnsermhaws Oesterreich in pfandsweise innhaben, wider alt herkommen vnd gewonnheit zubesweren vndersteen, auchein verschreibung von dem hochgebomen Sigmunden ertzhertzogen zu Österreich etc., vnserm lieben vettervnd fürsten, darinne euch dieselb stat Prewnling geeygent sey, erlangt haben sollet. Des wir, nach dem derobgemelt vnser vetter solicher verschreibung on vnser als des eltisten fürsten von Österreich willen zugebennit macht gehabt hat, nit vnbülich mißfallen tragen, vnd gebietten euch demnach bey Vermeidung vnser vnddes reichs sweren vngnad vnd straffe ernstlich vnd wellen, das ir die obgenannteu von Preunling noch dieiren wider altherkumen ferrer nit dringet noch besweret, auch in einem monet dem nechsten, nach dem euchsamentlich oder ewer einem oder meer von ewer aller wegen diser vnser brief geanntwort oder verkundtwirdet, dem genannten vnserm vetter oder, wem er das an seiner stat beuilhet, die obberürt verschreibung, soir vorgemelter massen vmb die eigenschafft erlangt haben, widerumb zu seinen handen reichet vnd gebet."Geben zu Lyntz am 12. tag des monets February 1490.
Auf der Rückseite das aufgedrückte kaiserliche Siegel. Pap. Or. Wien.
k. 1490, Juni 2. Hanns Jacob von Bödmen, Ritter, des Königs Maximilian Hauptmann in dem löb-
lichen Bunde zu Swaben, beurkundet den auf dem Tage zuVlm auf Befehl des Königs durch ihn und anderekönigliche Räthe, Herrn Hugen, Grafen zu Montfort und Rottenfels, Herrn Caspar Freiherm zu Mersperg,obersten Hauptmann und Landvogt etc., Herrn Virich von Fruntsperg zu St. Pettersberg, Ritter, und DoctorConrat Stürtzel, Kanzler etc. vermittelten gütlichen Vertrag und Anlass zwischen dem Grafen Hainrieh zuFürstemberg dem älteren und den seinen von Prulingen, „so von Prulingen vßtretten sind." Nachdem GrafHainrich erklärt, seine Absicht sei nicht gewesen, die von Prulingen bei ihren Freiheiten und alten Gewohn-heiten zu beschweren, die von Prulingen aber erklärten, sie seien nur ausgetreten und „abschwaiff" worden,um sich vor Gewalt zu behüten und damit sie nicht wider ihre Freiheit, Stadtreeht und altes Herkommenbeschwert werden, wird entschieden, „das die von Prulingen widerum gen Prulingen zu dem iren, souil deßnoch vorhanden ist, komen, irm hem graf Hainrichen nach schuldiger verpfiicht gehorsam sin vnd by demerbietten graf Hainrichs beliben sollen;" „sodann des abtritts, och des vfferloffen costen vnd Wüstung halb inPrulingen vnd dauor", so soll darüber nach dem vormals auf gehaltenen Tagen gemachten Anerbieten desGrafen Hainrich durch den von Erzherzog Sigmund zu Oesterrich benannten Gemeinmann Yttelfritz Grafen zuZolr, Hauptmann der Herrschaft Hohemberg, mit gleichem Zusatz entschieden werden. Der Abschied zu