Druckschrift 
1 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Achalm, Urach und Fürstenberg bis zum Jahre 1299
Entstehung
Seite
176
Einzelbild herunterladen
 

- vft»4*«ÄiÄt

&&m

176

1238-1239.

1238, Äug. 30.

Freiburg.

396. Chuonradus comes et dominus in Friburch beurkundet nach zurückgelegtem

zwölften Lebensjahre, dass die vormals von seinem Vater, dem Grafen Egeno selig,und seiner Mutter Adelheid sowie auch von der Bürgerschaft zu Freiburg erfolgteBerufung der Predigermönche nach Freiburg (circa portam st. Martini) seine volleZustimmung habe, und erlässt denselben den Zins für ihre Hofstätten.TJt autemhec robur obtineant firmitatis, presens scriptum appensione sigilli communis nobis etfratri nostro B. comiti in Vra, quia speciale non habuimus, cum sigillis matris nostreet Wernheri Marscalci de Stovfen ac civitatis Friburgensis fecimus communiri.

Actum anno verbi incarnati 1238. mense Augusto, 3. kal. Septembris, indict. 11.in Friburch in domo fratrum predicatorum" ').

Schreiber, Urkundenbuch der Stadt Freiburg, I, 50.Die von Schreiber nicht beschriebenen Siegel der Grafen Konrad und Berthold und der Gräfin Adel-heid sind wohl dieselben wie die unten zu Nr. 397 abgebildeten.

1) Später erneuerte Graf Konrad diese Urk. noch dreimal nahezu wörtlich, jedoch mit dem Unterschiede,dass er stattnos completo etatis nostre anno duodecimo" sagt:nos in annis legitimus constituti." Die ersteErneuerung geschah 1240 mens. Sept. 9. kal. Oct. in cimiterio hospitalis st. Johannis extra muros, mit mehrerenZeugen; die zweite 1241 mense Junio, die dritte 1248; vergl. unten Nr. 421 zu 1248; Schreiber a. a. 0. 51.

m

SB

IM

^m

1239.

397 t H. miles de Falkensten et Waltherus filius eius, beurkunden, dass sie, per

manum domine nostre A.*) comitisse de Friburch et filiorum eius 2 ) ihren Hof inMerdingen, bei der Kirche gelegen, sammt Zugehör, um 60 Mark Silbers an das Frauen-kloster Guntherstal übergeben haben.

Actum anno domini 1239. in presencia testium, quorum nomina hec sunt . .abbas de Cella st. Petri, Rodulfus plebanus de Friburg, Wernerus marschalcus de Stovfen,Henricus schultetus de Friburch, Lvdowicus de Muncingen, Conradus de Tuselingen,Fridericus de Schafhusen, Henricus Becharius, Wernerus Being, Henricus Sporlinus,Hugo de Crotcingen, Rodulfus de Brulingen, Henricus de Notingesten 3 ), Bertoldusmiles de Vra, et alii quam plures ciues Friburgenses.

Mit den Siegeln: a) der Gräfin Adelheid von Freiburg, b) der Grafen Konrad und Berthold, ihrerSöhne (gemeinsames Siegel), c) der Stadt Freiburg. Das Siegel des Bitters von Falkenstein ist abgegangen.Die Siegel a und b sind hier abgebildet. Was Dambacher in seiner Beschreibung des Siegels der GräfinAdelheid in Mone's Zeitschr. a. a. 0. als die Hand Gottes mit zwei ausgestreckten Fingern erklärte, ist deut-lich als ein Vogel mit Heiligenschein zu erkennen, also wohl der hl. Geist in Gestalt einer Taube. Die Gräfin

1

S"SSE