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1 (1877) Quellen zur Geschichte der Grafen von Achalm, Urach und Fürstenberg bis zum Jahre 1299
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VORWORT.

Weiter auf diesen Zioeuj des Hauses einzugehen lag nicht im Plane, da dessen Urkunden von Dam-bacher in Bd. IX XXI der Zeltschrift für Geschichte des Oberrheins bereits veröffentlicht wurden,während denen der Grafen von Fürstenberg noch keine umfassendere Publication zu Theil gewordenist. Auch gehört die spätere Geschichte dieser Linie mehr der Schweiz und JBurgund als Schwabenan und eine Vervollständigung des von Dambacher tnitgetheilten Stoffes müsste vornehmlich ausschweizerischen und französischen Archiven gesucht werden.

Was die Form der geschichtlichen Documente betrifft, so will diese Sammlung, soweit siedie Hausgeschichte betrifft, Iceine derselben ausschließen: sie beschränkt sich nicht auf die Urkundenim engeren Sinne, sondern umfasst auch die Nachrichten von Chronisten und Dichtern, Briefe, Ein-träge in Necrologien, Jahrzeit- und Lagerbüöhern, Inschriften und bildnerische Denkmäler. Einesolche Ausdehnung des Stoffes steht nicht im Einklänge mit der jetzt meist beliebten und meist auchallein gerechtfertigten Beschränkung auf Urkunden im juristischen Sinne. Sie wurde vornehmlichdurch den Umstand veranlasst, dass gerade die ältesten und werthvollsten Zeugnisse über das Ge-schlecht nicht durch Urkunden, sondern dtirch Chronisten und Necrologe geboten ivcrden. Nicht beiallen großen Geschlechtern würde sich ähnliches durchführen lassen; in diesem Falle aber schienendie nichturkundlichen Zeugnisse einerseits bedeutend genug, um aufgenommen werden zu sollen, ander-.seits nicht so massenhaft, um die Durchführung dieses Flaues zu vereiteln. Den Titel Urkunden-buch, an dessen Stelle sich kein durchaus entsprechender in ähnlicher Kürze darbietet, glaubte ich dem Werke gleichwohl geben zu dürfen, da der im strengeren Sinne urkundliche Stoff ivcit übenviegt,da aber auch die anderen gesammelten Quellen zu den geschichtlichen Urkunden im weiteren Sinnegehören. So soll die Sammlung als urkundliche Grundlage und kritische Vorarbeit für eine Geschichtedes Hauses und der Lande Fürstenberg dienen, der es mit Bücksicht auf diese Fublication ermög-licht sein wird, alles gelehrte Beiiverh bei Seite lassend, die wichtigsten Ergebnisse für die Haus-und Landesgeschichte in gedrängter Darstellung zusammenzufassen.

Es liegt im Plane den Quellen für die Geschichte des fürstenbergischen Hauses,- deren-Samm-n% Hms' r ^ un 9 bis zum Jahre 1509, dem Todesjahre "des Grafen Wolfgang, in Aussicht genommen ist und

Landcs-ivahrscheinlich drei bis vier Bände umfassen wird, einen iveiteren Theil mit Urkunden, welche sich

ge-schiente, auf die Geschichte der fürstenbergischen Lande beziehen, folgen zu lassen. Wie vieles auch* für die

Verbindung dieser beiden Theile in einer chronologischen Beihenfolge sprach, so gab doch für ihreScheidung der Umstand den Ausschlag, dass jene umfänglichen, erst seit dem 16. Jalirhundert andas fürstenbergische Haus gelangten Gebiete, vornehmlich die Grafschaft Heiligenberg, die Landgraf-schaft Stühlingen, die Herrschaften Jungnau, Trochtelfmgen, Messkirch, Neufra, llayingen und llohen-hewen ivährend des ganzen Mittelalters in keinem Zusammenhang mit der fürstenbergischen Geschichtestehen, so dass die auf diese Lande bezüglichen Urkunden eine zu bunte Mischung unter die haus-geschichtlichen gebracht haben würden. Als maßgebend für die Zutheilung des Stoffes ist festgehalten,dass alle Stücke, ivelche sowohl für die Haus- als für die Landesgeschichte in Betracht kommen,auch dann, ivenn ihre Hauptbedetdung mehr auf der letzteren Seite liegt und etiva nur der Nameeines urachischen oder fürstenbergischen Familiengliedes darin genannt ivird, dem die Hausgeschichtetimfassenden Theile zugewiesen iverden. Wer also nach Stoff für die Landesgeschichte sucht, ivirdsowohl den die Haus- als den die Landesgeschichte umfassenden Theil zu benutzen haben, uer nachStoff für die Hausgeschichte sucht, nur den ersteren.