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Einkünfte- und Lehns-Register der Fürstabtei Herford sowie Heberollen des Stifts auf dem Berge bei Herford ...
Entstehung
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unterstellt. Waltgers Verwandte Suala, eine Frau von höchstemAdel, war die erste Vorsteherin.

Die Vita Waltgeri x ) berichtet, dass der Stifter HerfordsWaltger a ) unvermählt blieb, um sein Vermögen ganz demvon ihm mit 14 Präbenden für ebenso viel edle Jungfrauenausgestatteten Stifte zuwenden zu können. Seine Güter bil-deten also den Grundstock der späteren Besitzungen des Stifts.Man darf annehmen, dass das Kloster ziemlich in der Mittedes demselben überwiesenen Landbesitzes errichtet wurde, dassdieser somit wesentlich in den jetzigen Kreisen Bielefeld u.Herford um Mudehorst und Herford lag. Thatsächlich findenwir zu Ende des 12. Jahrhunderts nach Ausweis des damalsabgefassten ältesten Heberegisters dort eine Reihe von zu Ver-waltungsbezirken (Villicationen) zusammengelegten Gütern desStifts.

Nach Waltger machten sich besonders Kaiser Ludwigder Fromme und König Ludwig der Deutsche als Spender umHerford verdient; wie jener zu dem engeren, so legten diesezu dem weiteren Grundbesitze des Klosters den Grund. ImJ. 838 schenkte Ludwig der Fromme dem Kloster 3 Kirchen:zu Eeni im Gau Bursibant, zu Wateringas u. Stochheim imGau Scopingus mit ihren Zehnten, Gütern und Eigenhörigen 3 ).852 schenkte Ludwig der Deutsche an das Herforder Marien-kloster Besitzungen im Gau Grainga (Graingau) in der villa

1) Gedruckt bei Wilmans a. 0. S. 488 ff. 2) Wilmans (a. 0.S. 285) identifizirt denselben mit Wala, der mütterlicherseits auch aussächsischem Blute war. Doch sind die Nachrichten über beide zu ver-schieden. Vgl. Erh. Eeg. Nr. 318 u. 319. Ohne Zweifel, meint Wil-mans, wirkten die edelsten Familien Sachsens bei der Stiftung durchGüterschenkung mit. Es scheint nun aber eben Waltger (beatus Walt-ger, Walder oder Wolder nennen ihn die Heberegister des Klosters) einhervorragender sächsischer Edler gewesen zu sein, der zu der WalaschenStiftung durch Schenkung bedeutender Güter mitwirkte und der, währendWala später nach Alt-Corvey in Pranken zurückkehrte, in Herford bliebund so hier, wo er auch in der von ihm erbauten Kirche seine letzteBuhestätte fand, von der Ortsüberlieferung als Stifter in den Vorder-grund gestellt wurde. 3) Erh. Cod. dipl. Nr. 11. Es sind die jetzigeStadt Bheine und das Dorf Wetteringen im Kreise Steinfurt und HausStockum Ksp. Schöppingen im Kreise Ahaus.