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Peter Delfin : General des Camaldulenserordens (1444 - 1525) ; ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenreform, Alexanders VI. und Savonarolas
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DIE BRIEFE

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Hand des überglücklichen Verfassers wie ein Neugeborenes inden Armen des Vaters. Das erste Blatt trägt auf der Vorderseiteden Titel:Petri Delphini Veneti prioris Sacre Eremi etGeneralis totius ordinis Camaldulensis Epistolarum Volu-m e n." Darunter ein ausdrucksvolles Bild, welches den hl. Ro-muald darstellt, aufrecht inmitten hochragender Tannen, in derRechten das Regelbuch, in der Linken ein von dichten Bäumen um-rauschtes Kirchlein, vor ihm auf den Knien Peter Delfin mit ge-falteten Händen, ihm zu Häupten das Camaldulenserwappen: zweiTauben, die aus einem Kelche trinken, über dem Kelche ein Stern.Kelch und Tauben von stilisierten Delphinen umschlungen, dasGanze von einer herrlichen Bordüre umrahmt. Auf der Rückseiteaber entbeut Jakob von Brescia, Prior von S. Martin zuOderzo, dem Leser seinen Gruß und erklärt ihm in einem kurzenVorworte, um seiner ganz besonderen Verehrung für den heiligenWandel und das ehrwürdige Alter des Generals willen habe erseine Briefe aus mehreren Bänden auswählen und auf eigeneKosten drucken lassen, in der Hoffnung, daß sie ob ihres viel-seitigen Inhaltes und gefälligen Stils nicht wenigen zur Erbauungund Belehrung gereichen, zumal da sie, häufig von biblischenAussprüchen durchflochten, reichliche Seelennahrung gewährten.Das Werk, äußerst selten geworden und daher hoch im Preise 17 ,umfaßt zwölf Bücher, jedes Buch hundert Briefe; der schöne,deutliche Druck macht der Werkstätte des venezianischen MeistersBernhardin Benalio alle Ehre, wenn er auch zahlreicheVersehen aufweist und in der Numerierung der Briefe nicht seltenirrt. Der erste Brief ist am 15. Dezember 1480 an Bischof PeterB a r o z z i, der letzte am 9. Februar 1524 an Abt E u s e bP r i o 1 i gerichtet. Da nun das Auslauf buch in seinem fünftenund letzten Teile schon mit dem 9. August 1517 endet, so stellendie Briefe, welche die Druckausgabe darüber hinaus, also vom9. August 1517 bis zum 9. Februar 1524, noch enthält, einhundert-siebenundvierzig an Zahl, eine dankenswerte Ergänzung derhandschriftlichen Sammlung dar und wären ohne den Druckwohl überhaupt nicht mehr erhalten.

Wie wir schon sahen, berücksichtigte Delfin in seiner für denDruck bestimmten Auslese nur die aus der Zeit des Generalats(14801524) stammenden Briefe; die Schreiben vor dem Genera-late (14621480) ließ er unbeachtet, obschon sie, wenn sie auch