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Peter Delfin : General des Camaldulenserordens (1444 - 1525) ; ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenreform, Alexanders VI. und Savonarolas
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DER HL. ROMUALD UND SEIN ORDEN

in Valdicastro, in einem vom Grafen von Camerino geschenktenTale, eine neue Einsiedelei zu begründen, welche bald sein Lieb-lingssitz und der Mittelpunkt einer reichgesegneten Wirksamkeitwurde, zu welchem die Gläubigen von allen Seiten herbeiström-ten. Zugleich richtete er hier ein Nonnenkloster ein 47 . Auch an dieVerbreitung des Glaubens unter den Ungläubigen dachte er, vomBeispiele seiner Schüler Bruno-Bonifaz und Benedikt angefeuert.Mit vierundzwanzig Jüngern machte er sich auf den Weg nachUngarn, um das Martyrium zu erleiden, erkannte aber an einerKrankheit, welche sich, je weiter er vordrang, um so mehr ver-schlimmerte, daß er zum höchsten Grade der Vollkommenheitnicht berufen sei, und kehrte mit sieben Brüdern um, während die,welche die Missionsreise fortsetzten, schließlich elend zugrundegingen 48 . Seit seiner Bückkehr aus Istrien bevorzugte er nicht mehrwie früher verpestete Sumpflandschaften, sondern fruchtbare Fel-der und würzige Höhen und Wälder als Siedlungsstätten für seineBüßer 40 . Buhelos durchstreifte er Berg und Tal, um einen für seinenZweck geeigneten weihevollen Ort zu entdecken; es schien, als wolleer die ganze Welt in eine Einsiedelei verwandeln und alles Volk zumEintritt ins Kloster bekehren 50 . Aber nirgends litt es ihn lange.Hatte er irgendwo einige Zellen und in der Nähe ein Kloster not-dürftig eingerichtet, so griff er immer wieder zum Wanderstabe.So kam er auch ins Gebiet von Arezzo. In weltentlegener Berg-wildnis, an einem Orte, welcher nach seinem Besitzer Maldu-lus Maldulusfeld, Campus Malduli, Camaldolihieß 50 ", und zu einer Einsiedelei wie geschaffen schien, errichteteer ein schlichtes Bethaus inmitten fünf luftiger Zellen für seineBegleiter, von welchen er einen, P e \*e r D a g n i n mit Namen, zuihrem Oberen, Prior, einsetzte. In einer engen Schlucht aber, inwelcher ein kühler Quell sprudelte, zimmerte er ein Haus, welchesden NamenFontebuona",Gesundquell" trug und die Bestim-mung hatte, den Fremden Unterkunft, den Insassen der etwa eineWegstunde entfernten Einsiedelei aber die tägliche Nahrung undim Falle ihrer Erkrankung die nötige Pflege zu gewähren, auf daßsie, allen irdischen Sorgen entrückt, ungehemmt nur mehr ihrenhimmlischen Betrachtungen oblägen 51 . Aber auch in Camaldolinahm Bomuald nur kurze Rast; bald schied er auch von hier, umniemals wiederzukehren. Das Ziel seiner Wanderung war nun-mehr der Berg Sitria bei Sassoferrato in Umbrien. Sieben Jahre

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