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Peter Delfin : General des Camaldulenserordens (1444 - 1525) ; ein Beitrag zur Geschichte der Kirchenreform, Alexanders VI. und Savonarolas
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VORWORT

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in ihrem giftigen Eiter ersticken, doch nur die Wege über, welcheSavonarola und Luther verkörperten, Reform oder Reformation.Von einer Reform wollte das Papsttum, der Galgen in Florenzbewies es, nichts hören. So kam die Reformation.

Die Heftigkeit, mit welcher die Medici, denen Delfin und Justi-nian ihre Waffen liehen, das Andenken des Frate und seineGemeinde verfolgten und mit Stumpf und Stiel auszurottentrachteten, hatte zur Folge, daß die eifrigsten unter seinen Ge-treuen, immer wieder bedroht und gereizt, schließlich alle Rück-sicht beiseite setzten und mit dem schwersten Geschütze an-rückten, indem sie die furchtbarsten Anklagen wider den Papstschleuderten, welcher einst ihren Meister dem Stricke überant-wortet hatte. Je schrecklicher diese Beschuldigungen waren, destomehr galt es, zu ihnen Stellung zu nehmen und sie einer näherenBeleuchtung und Prüfung zu unterziehen. So erwuchs das Schluß-kapitel dieses Werkes:Zum Leben und Sterben Alexanders VI."

Gelegentlich seiner vieljährigen gründlichen Forschungen überdie Geschichte der Borja und Sforza in den Archiven zu Florenz,Modena, Mailand und Venedig stieß Dr. Paul Lichtensteinauf die Schmähschrift Delfins gegen Savonarola, welche im An-hange samt nicht wenigen Briefen des ersteren an und über denletzteren zum ersten Male durch den Druck veröffentlicht wird.Für die außerordentliche Liebenswürdigkeit, meine Aufmerksam-keit auf sie zu lenken, sei ihm auch an dieser Stelle herzlichsterDank gesagt!

München, 12. Dezember 1925.

J. Schnitzer.