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so sofort zu baarem Gelde und ersparen alle beschriebenenMühewaltungen. In Ingelheim und dessen Umgebung herrschtwährend der Lese der rothen Burgunder-Trauben stets ein regesLeben. Schon vorher durchstreifen Kaufliebhaber die Gegend,um zu sehen, wie die Qualität der Trauben ist. Dieselbe istnatürlich nicht immer an den gleichen Orten auch gleich gut,und namentlich die Frühburgunder pflegen in nassen Jahren inden sandigen Niederungen und in trockenen Jahren in denlehmerdigen Abhängen besser zu gerathen, weshalb die Käufermit denjenigen Producenten abzuschliessen suchen, deren Crescenzihnen in dem betreffenden Jahre am besten gerathen zu sein scheint.Auch in Assmannshausen und Rüdesheim, sowie in denbesseren rheinhessischen Orten, wird viel Wein mit der Beere(den Trauben) verkauft, während im oberen Rheingau die Mehr-zahl der Gutsbesitzer erst den Most oder Wein im Fass zuverkaufen pflegen. Alle Verkäufe aber an Ort und Stelle ver-stehen sich gegen Baarzahlung, weshalb der Grosshändler einbedeutendes Capital zu seinem Geschäftsbetriebe nöthig hat.Verkauft wird per Ohm, per Legel oder per Viertel, gemessenoder gewogen, und werden in letzterem Falle 18 Pfund Traubengleich einem Viertel (früher 4 Maas gleich 8 Liter) gerechnet.Bei Wein und Most rechnet man 1 Stück gleich 7 : /2 Ohm oder1200 Liter. Eine Ohm gilt gleich 4 Legein oder 160 Liter.Ein Legel wieder wird gleich 5 Vierteln oder 40 Liter gerechnet.Wird jedoch mit der Beere, d. h. werden die Trauben ver-kauft, so gibt man 6 Viertel gleich 48 Liter auf 1 Legel, indemsich hieraus im Durchschnitt ungefähr 5 Viertel gleich 40 LiterMost pressen lassen. Da mithin 108 Pfund auf ein Legel und30 Legel auf ein Stückfass gehen, so bedarf es 3240 PfundTrauben, um daraus ein Stückfass (1200 Liter) Most zu pressen.
Wie braust der junge Wein im Fass,
Wie schäumt er an die Wände,
Und kämpft und ringt ohn' Unterlass
Zum goldig klaren Ende.
Wohl tlmt's ihm, dass ein mächtig Band
Ihn eisern hält umschlungen;
Sonst war' die dürre Bretterwand
Am jungen Muth zersprungen.
"*!