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Zerronnen -war' das edle Nass,
Ein unbefriedigt' Ende.
Nun scheiden sieh im dunklen Fass
Die wilden Elemente.
Schon mildert sich die kecke Fluth,
Zu Grunde sinkt die Schwere,
Und kampfesfrei und seelig ruht
Die gelstdurck hauchte Kläre. — —
In goldner Welle wallt er vor
Mit eilendem Verlangen.
Auf schliesst sich das krystall'ne Thor
Ihn festlich zu emirfangen. (C. Morell.)
So hätten wir denn den „Segenspender" von seiner Geburt biszur „Hochzeitsfeier" mit dem „weinfröhlichen Zecher" be-gleitet. Wird er doch allerwegen mit Freude und Lust empfangen.
Denn sehr oft schliesst auch das Lesefest schon ein gemein-schaftlicher Tanz der Winzer und Winzerinnen im Wirthshausdes Dorfes oder Städtchens. Aufzüge wie die sogenannte„Herbstmuck", in welchen Bacchus, auf einem Mostwagen sitzendund von Bacchantinnen umgeben, dargestellt wurde, sind seiteinigen Jahren wenig mehr üblich. —
Wir aber gemessen, von unserem Ausflüge in den Weinbergzurückgekehrt und im freundlichen Bheinstädtchen angelangt,ein Glas aus dem „Mutterfass", worauf nach rheinischem Aus-druck die „schwarze Katz'" sitzt und — bedauern bei demGenüsse dieser Bacchusgabe den freundlichen Leser, weil unsereSchilderung des Weines, seines Baues und seiner Pflege amMittelrhein, ihm vielleicht trockner erschienen sein wird, als unsdie Probe jener ächten rheinischen „Stählchen".
Bei aller Sorge um den Ertrag, bei aller Mühe um den
Erfolg der beschwerlichen Arbeit, gehört das Mittelrheingebiet
doch zu den gesegnetsten Fluren unseres deutschen Vaterlandes;
wie Hermann Grieben singt:
Das ist ein selig Schauen
In's weite Land hinein:
Da liegen die Felder und Auen
Im hellsten Sonnenschein;
Da klimmen die Weingehege
Der Schluchten von Wand zu Wand.
Gott segne Dich allerwege,
Du schönes rheinisches Land !