Die grofste Steigung (vergl. Figur 14) ist im Stadtkreis Düsseldorf mit 1 : 40 inden Rampen der Rheinbrücke zu überwinden, auf der freien Strecke beträgt sie kurzvor Haltestelle Forstbaus Meer und auf den Rampen der Ueberführung über die Staats-bahn bei Osterath 1 : 80. Im übrigen kommen erhebliche Steigungen nicht vor.
Für die Rillenschienen in den städtischen Strafsen wurde das Profil 25a mit einemSchienengewicht von 42 kg je lfd. Meter verwendet. Die Höhe der Schiene beträgt179 mm, die Fufsbreite 140 mm. Die Querverbindungen des Gleises bestehen ausFlacheisentraversen, die in Abständen von 2,4 m angeordnet sind. Die Laschen-verbindungen bestehen aus dem sogenannten Schmidt'schen Halbstofs, d. h. der Schienen-kopf ist in der Länge der Lasche an der Aufsenseite derart ausgeschnitten, dafs dieLasche bis Schienenoberkante reicht. Die Schienen sind auf einen 30 cm breiten,15 cm hohen Steinpacklagen-Unterbau verlegt und 10 cm hoch mit Kiesbeton unterstopft.
Ueber die Art der Betriebskraft fanden bei Aufstellung der Entwürfe eingehende Art des Betriebes.Erwägungen statt. Da nach den Vorverhandlungen innerhalb der Stadt Düsseldorf undKrefeld Dampfbetrieb nicht gestattet war, entschlofs man sich für die ganze Streckezum elektrischen Betrieb.
Im December 1896 wurden die namhaftesten deutschen Elektricitätsfirmen unterEinsendung eines detaillirten Bauprogramms aufgefordert, Projecte nebst Berechnung derAnlage- und Betriebskosten einzureichen. Die eingegangenen Offerten wurden imFebruar 1897 einem hervorragenden Sachverständigen zur Begutachtung vorgelegt.
Nach Eingang des Gutachtens und nach eingehenden Verhandlungen mit denbetreffenden Firmen erfolgte im Sommer 1897 der Beschlufs, die Versorgung der Bahnmit elektrischem Strom wie nachstehend beschrieben vorzunehmen.
In Oberkassel wird eine Kraftstation für Gleichstrom von 600 Volt Spannungerrichtet, welche die Strecke von der Haroldstrafse in Düsseldorf bis Hoterbeide directmit Strom versorgt. Die Stromlieferung für den übrigen Theil der Bahnlinie erfolgtdurch eine Accumulatoren-Unterstation in Fischein, die ihrerseits durch eine besondereFernleitung aus der Kraftstation in Oberkassel Strom erhält.
Zum besseren Ausgleich der Stromschwankungen wird in der Centrale ebenfallseine Accumulatoren-Pufferbatterie aufgestellt.
Steigt der Verkehr dergestalt, dafs die Unterstation allein nicht ausreichen sollte,den erforderlichen Strom zu liefern, so wird dieselbe zu einer zweiten Kraftstationausgebaut.
In der Kraftstation sollen 2 Wasserröhrenkessel von je 200 qm Heizfläche und2 Dampfdynamos von je 270 effectiven Pferdestärken, sowie eine Pufferbatterie vonca. 200 Amperestunden Capacität aufgestellt werden. Eine gleich grofse Batterie gelangtin der Unterstation zur Aufstellung.
Auf Grund dieses Beschlusses wurden alsdann ausführliche Lieferungsbedingungenausgearbeitet, und die an der früheren Concurrenz betheiligten Firmen aufgefordert, einletztes Angebot zu machen. Nach Prüfung der neuen Offerten beschlofs man im
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