Der an den Brückenkopf anschlieisende Deich ist, soweit eine Bebauung in abseh-barer Zeit zu erwarten ist, in einer Breite von 20 m geschüttet worden und soll, wiein Fig. 13 angegeben, ausgebildet werden.
Nachdem im Winter 1895(96 zwischen dem Brückenbau-Consortium — der Die Bauausführung.späteren Rheinischen Bahn-Gesellschaft — und den betheiligten Behörden die Grundlagendes Brückenbauunternehmens festgelegt worden waren, handelte es sich darum, den Baumöglichst ungesäumt in Angriff zu nehmen. Wenn es gelang, den linken Uferpfeilerund den Strompfeiler noch im Jahre 1896 bis zur Kämpferhöhe hochzuführen, so dafsbereits 1897 mit der Aufstellung des eisernen Oberbaues für die linke Hauptöffnungbegonnen werden konnte, so war Aussicht vorhanden, an der auf vier Jahre angenommenenBauzeit ein Jahr zu sparen, die Brücke also schon Ende 1898 dem Verkehr zu übergeben.
Es wurden daher auf Grund der im Frühjahr 1896 vorgenommenen Bohrungendie Sonderentwürfe für die Anordnung der Pfeiler mit möglichster Beschleunigung auf-gestellt und zur landespolizeilichen Prüfung der Königlichen Regierung eingereicht. Da
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Figur 13.
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die letztere in dankenswerther Weise, ohne die Vorlage eines durchgearbeiteten Gesammt-entwurfs für die Brücke zu verlangen, in die Prüfung der Pfeilerentwürfe eintrat unddiese genehmigte, konnte alsbald an die Verdingung der Pfeilerbauten gegangen werden.Bei einer engeren Ausschreibung der Pfeilergründung war die Firma Ph. Holzmann & Cie.in Frankfurt a M. die Mindestfordernde, erklärte sich auch imstande die beiden oben-genannten Pfeiler noch im Jahre 1896 bis Kämpferhöhe fertigzustellen.
Da der Gutehoffnungshütte aus Anlafs der von ihr ausgeführten Vorarbeiten fürden Entwurf die Uebertragung der Lieferung und Herstellung des eisernen Oberbaues inAussicht gestellt war, kam ein gemeinschaftliches Abkommen zustande derart, dafs derGutehoffnungshütte die Ausführung des Gesammtbauwerks übertragen wurde, dafs sieaber ihrerseits die Ausführung der Pfeiler der Firma Ph. Holzmann & Cie. auf Grundderen Angebots zur selbständigen Ausführung übertragen sollte. Bereits im Juli konntealsdann mit dem Rammen der ersten Rüstpfähle für eine Transportbrücke vom linkenUfer zum Strompfeiler und für das Gerüst zum Aufhängen und Absenken des eisernenSenkkastens für diesen Pfeiler begonnen werden. Gleichzeitig wurde der Senkkastenauf zwei nebeneinandergekuppelten Schiffen im alten Sicherheitshafen zusammengebaut.
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