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Aus dem alten Münster : Erinnerungen, Skizzen und Studien
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gestattete ihm, der in der holländischen klassischen Maniergroß geworden war, am Dome die Galenschen Kapellen ingotischer Form zu bauen, auch solche des italienischen Barockin Arbeit zu nehmen.

Sein Sohn Gottfried Laurenz Pictorius (^1725) schufdrei der glanzvollsten Adelshöfe: die Landsbergsche Kurie(Pferdegasse 5), den Beverförder und den Merveldter Hof;daneben das Schloß Wilkinghege vor Münster und für dieGrafen von Plettenberg, die Verwandten seines Fürst-bischofs, das zu Nordkirchen. Friedrich Christian verwendeteauf den Bau auch einen Teil der Subsidien, die er von denNiederlanden bezog. Auch der jüngere Pictorius war vonder holländischen Kunst beeinflußt.

Es folgte ihm als führender Architekt der 1668 — ! 733lebende Lambert von Corfey, der als kurkölnischer undmünsterscher Generalmajor und Kommandant der Artilleriestarb. Sein Vater gleichen Namens hatte dieselbe Chargebekleidet und war zudem Oberster eines münsterschen In-fanterieregimenteS. Von dem Verdachte, daß die Münster»sche Artillerie, die er befehligte, bei der Belagerung des vonFranzosen besetzten Bonn im Jahre 1689 das kurkölnischeSchloß zu Brühl zusammengeschossen habe, befreit uns derglückliche Fund eines Planes durch Max Braubach. Er be.weist, daß die Franzosen selbst das Schloß ihres Bundes«genossen in die Luft gesprengt haben. Corfey hatte vielmehrvernünftigerweise von dem Bombardement der FestungBonn abgeraten. In der Tat fand die französische Garnisonin den Festungswerken sichere Unterkunft. Die Stadt, diegroßenteils niederbrannte, und ihre Bewohner litten um somehr. Es ist auch überliefert, daß er schon im Jahre vorherbei der Belagerung von Belgrad sich ganz ungewöhnlich aus«gezeichnet habe.

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